"Füchse"-Torwart Silvio Heinevetter versucht einen Ball abzuwehren (Quelle: Archivbild dpa)

Handball | Füchse Berlin in Eisenach - Füchse verlieren Anschluss an die Tabellenspitze

Die Füchse Berlin haben in der Handball-Bundesliga am Samstag eine knappe Auswärtsniederlage kassiert. Das Team aus der Hauptstadt unterlag Eisenach mit 22:23. Mit der überraschenden Niederlage beim Aufsteiger aus Thüringen verlieren die Füchse auch den Anschluss an die Tabellenspitze.

Für einen Paukenschlag hat der ThSV Eisenach gesorgt. Der Tabellenvorletzte bezwang in eigener Halle die Füchse Berlin mit 23:22 (10:11). Durch die Niederlage verpassten die Berliner die Rückkehr auf den dritten Platz. Der EHF-Cup-Teilnehmer bekam die achtfachen Torschützen Aivis Jurdzs und Faruk Vrazalic nicht in den Griff. Bester Berliner war Konstantin Igropulo mit neun Treffern. Eisenach begann im ersten Heimspiel der Rückrunde stark, führte nach zehn Minuten 5:4. In der 23. Minute stand es 7:7-Unentschieden. In der 25. Minute lag die Mannschaft von Trainer Adalsteinn Eyjolfsson beim 7:9 dann erstmals mit zwei Treffern hinten, ließ sich
aber nicht abschütteln und schaffte knapp eine Minute vor der Halbzeit den Gleichstand zum 10:10.

Mit nur einem Tor Vorsprung ging es für die Füchse in die Kabine. Doch auch in der zweiten Halbzeit wuchsen die Eisenacher über sich hinaus, in der 42. Minute stand die Halle beim 15:14-Führungstreffer Kopf. Es blieb eine enge Partie - der erwartete Einbruch der Gastgeber kam nicht. Rund neun Minuten vor dem Ende gelang dem Außenseiter das 20:19. Vrazalic verpasste es dann gegen den starken Füchse-Keeper Silvio Heinevetter, die Führung auszubauen. Berlin schlug dafür doppelt zu, aber fünf Minuten vor dem Abpfiff glich Jurdzs zum 21:21 wieder aus. Spielmacher Tomas Sklenak ließ das 22:21 folgen. Nach dem 22:22 gelang Vrazalic mit einem Siebenmeter das 23:22 - da waren nur noch 1:17 Minuten zu spielen.

In der hektischen Schlussphase musste ThSV-Hüter Rene Villadsen 18 Sekunden vor dem Abpfiff noch einmal retten - dann war die Riesenüberraschung perfekt. Trotz des Sieges gegen Berlin steht bereits fest, dass die Eisenacher auf einem Abstiegsplatz in die Spielpause zum Jahreswechsel gehen.

Eigentlich wollten die Füchse beim ThSV Eisenach ihrer Favoritenrolle gerecht werden. "Es ist eines der undankbarsten Spiele - so kurz vor Weihnachten", sagte Füchse-Manager Bob Hanning vor dem Spiel beim Tabellenvorletzten in Thüringen. "Jeder erwartet einen Sieg von uns." Diesem Druck waren die Füchse offenbar nicht gewachsen.

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