Die Mannschaft von Union jubelt nach dem Ausgleich zum 1:1. (Bild dpa)

Fußball | 4:2 gegen Bielefeld - Union gewinnt letztes Spiel des Jahres

So darf das Jahr zu Ende gehen: Mit 4:2 besiegen die "Eisernen" Bielefeld in der Alten Försterei und schaffen die perfekte Stimmung für das traditionelle Weihnachtssingen. Nach frühem Rückstand drehen die Berliner das Spiel - und wackeln nur in Halbzeit zwei kurz.

Fußball-Zweitligist 1. FC Union Berlin hat sich mit dem 4:2 (3:1)-Heimsieg gegen Arminia Bielefeld auf das traditionelle Weihnachtssingen des Kultclubs eingestimmt. Im letzten Spiel des Jahres feierten die Köpenicker den fünften Heimsieg der Saison. Damit halten die Köpenicker Kontakt zu den Aufstiegsrängen. Mario Eggimann (18. Minute), Patrick Kohlmann (26.), Adam Nemec (42.) und Torsten Mattuschka (48./Foulelfmeter) erzielten am Samstag die Tore der Gastgeber. Fabian Klos (1.) hatte die Bielefelder früh in Führung gebracht, ehe Tim Jerat (51./Foulelfmeter) ebenfalls traf.

"Wir hatten zwischendurch sechs Spiele nicht gewonnen, aber nie den Anschluss an die Spitzenplätze verloren", sagte Mattuschka dem TV-Sender Sky. "Wir haben jetzt 31 Punkte und können ein frohes Fest genießen. Dann gilt es in vier Wochen Vorbereitung, die Kräfte zu bündeln. Wir müssen nicht aufsteigen, aber wir wollen natürlich angreifen."

Rückstand nach 27 Sekunden

Den ersten Höhepunkt des verrückten Spiels setzten die Gäste bereits nach 27 Sekunden, als Masken-Mann Klos per Kopf zum 1:0 traf. "Das war wie ein Weckruf für uns", meinte Union-Verteidiger Eggimann. Anschließend besaß der Aufsteiger mehrere gute Möglichkeiten, um die Führung auszubauen. Erst nach 15 Minuten schaffte es Union, die Kontrolle zu übernehmen. Mit fast perfekter Effizienz nutzen die Berliner ihre Möglichkeiten und führten zur Pause verdient.

Für Neuzugang Eggimann, der im Sommer von Hannover nach Berlin wechselte, war es der erste Treffer für den neuen Arbeitgeber - ausgerechnet in seinem insgesamt 150. Zweitliga-Spiel. Union-Verteidiger Kohlmann feierte zudem seinen zweiten Treffer in seiner Profi-Karriere. Und auch Stürmer Nemec hatte Grund zur großen Freude. Sein 5. Saisontor bedeutete zugleich das Ende seiner persönlichen Leidenszeit - zuletzt hatte der Slowake am 6. Spieltag (31. August) beim 3:2-Sieg gegen St. Pauli getroffen.

Nächste Herausforderung: Weihnachtssingen

Nach dem Wechsel sahen die 20.314 Zuschauer im Stadion "An der Alten Försterei" weiter eine unterhaltsame Partie, in der beide Mannschaften mit Offensivfußball glänzten. Mit dem neunten Saisonerfolg schafften die Berliner Profis zudem die besten Voraussetzungen für das Weihnachtssingen an diesem Montag, wenn rund 27.000 Besucher im Stadion festliche Lieder anstimmen werden. Mattuschka wolle ebenfalls mitsingen. "Aber nicht über das Stadion-Mikrofon. Das will keiner hören und das kann ich auch keinem antun", sagte der Kapitän.

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