Block der Berlin Volleys mit Kawika Shoji, Tomas Kmet und Scott Touzinsky (v.r.n.l.) (Bild: dpa)

Volleyball | Aus in der Champions League droht - Volleys verlieren gegen Kasan glatt in drei Sätzen

Die Berlin Volleys haben im ersten Playoff-Spiel der Champions League eine deutliche Niederlage kassiert. Gegen den russischen Top-Club Zenit Kasan verloren die Berliner am Donnerstagabend vor eigenem Publikum mit 0:3 Sätzen und reisen nun mit denkbar geringen Chancen zum Rückspiel am kommenden Dienstag.

Die Berlin Volleys stehen in der Top-12-Runde der Champions League vor dem Aus. Im Hinspiel gegen den fünfmaligen russischen Meister Zenit Kasan hatten die Berliner Volleyballer am Donnerstagabend vor 6349 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle keine Chance. Mit hängenden Köpfen und einer glatten Dreisatz-Niederlage verließ der deutsche Meister das Spielfeld.

Mit 25:20, 25:22 und 25:20 zeigte das Star-Ensemble aus Russland den Volleys die Grenzen auf und geht am kommenden Dienstag in eigener Halle als haushoher Favorit ins Play-Off-Rückspiel.

Stabiler Block der Russen ließ sich kaum überwinden

Schon zu Anfang mühten sich die Berliner vergeblich, mit ihren Aufschlägen Druck auszuüben. Zudem fanden Scott Touzinsky und Co. wenig Mittel, den stabilen Block der Russen zu überwinden. Als Kawika Shoji für die Gastgeber auf 19:21 verkürzte, bestand noch Hoffnung auf den Gewinn des Auftaktsatzes. Doch Kasan mit seinem 40-jährigen Zuspieler Nikola Grbic ließ sich nicht beeindrucken.

Nur im zweiten Satz konnten die Berliner zwischenzeitlich eine 13:10-Führung herausspielen. Doch auch dieser Satz ging wieder verloren, und der Wechsel auf der Diagonalposition von Paul Carroll zu Routinier Aleksandar Spirovski im dritten Durchgang brachte keine entscheidende Wende.

Chancen zum Weiterkommen sind denkbar schlecht

Da half es auch nichts, dass Volleys-Coach Lebedew seinen Spielern vor dem Spiel noch Mut zu machen hoffte: "Auch wir trauen uns viel zu. Wir haben in letzter Zeit gegen starke Gegner bewiesen, dass wir in guter Form sind." Tatsächlich hatten die Volleys ihre starke Form erst am vergangenen Sonntag bewiesen und das Bundesliga-Spitzenspiel bei Generali Haching deutlich mit 3:0 (25:21, 26:24, 25:18) gewonnen. Und zum Abschluss der Champions League-Gruppenphase war den Berlinern im Dezember bereits ein erstaunlicher 3:0-Heimsieg gegen den dreimaligen Titelträger Trentino gelungen.

Doch gegen Kasan half das alles nichts. In der kommenden Woche werden die Berliner das Kapitel Champions League wohl endgültig beenden müssen, denn für den Einzug in die nächste Runde würden die Berliner im Rückspiel einen 3:0- oder 3:1-Sieg benötigen und müssten anschließend auch noch einen Golden Set bis 15 gewinnen.

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