Zenit Kazan gegen Berlin Recycling (Quelle: dpa)

Volleyball | Champions League - Berlin Volleys ohne Chance in Kasan

Die Berlin Volleys können die Champions League in dieser Saison endgültig abhaken: Der deutsche Volleyball-Meister schied in der Runde der letzten zwölf Mannschaften aus. Beim russischen Spitzenklub Zenit Kasan verlor das Team von Trainer Mark Lebedew - und zwar mit dem gleichen klaren Endergebnis wie im Hinspiel.

Die Berlin Volleys sind in der Play-off-Runde der Champions League ausgeschieden. In der Runde der letzten zwölf Mannschaften verlor der deutsche Meister am Dienstag beim russischen Starensemble Zenit Kasan mit 0:3 (11:25, 20:25, 23:25). Die Volleys waren während der nur 69 Spielminuten vor rund 4.000 Zuschauern gegen die Mannschaft von Russlands ehemaligem Nationaltrainer Wladimir Alekno chancenlos. Sechs Tage zuvor hatten die Berliner bereits das Hinspiel in eigener Halle ebenfalls 0:3 verloren.

Schnelle Führung verschaffte den Russen Selbstbewusstsein

Dem enormen Angriffsdruck des fünfmaligen russischen Meisters und dessen konsequenter Blockabwehr hatten die Gäste nur wenig entgegenzusetzen. Eine Aufschlagsserie des US-Amerikaners Matthew Anderson zur 5:0-Führung gab Kasan gleich zu Anfang die nötige Sicherheit, um den überforderten Kontrahenten im ersten Satz zu deklassieren.

Trainer Mark Lebedew hatte beim Stande von 8:20 im ersten Satz Routinier Aleksandar Spirovski für Paul Carroll auf der Diagonalposition gebracht. Später übernahm Sebastian Kühner die Zuspieler-Rolle von Kawika Shoji, Roko Sikiric ersetzte Kapitän Scott Touzinsky. An der deutlichen Dominanz Kasans änderten die Wechsel nur wenig. Dass die Berliner die beiden letzten Sätze vom Ergebnis her freundlicher gestalten konnten, lag eher an der allmählich nachlassenden Konzentration der Gastgeber.

Mark Lebedew (Quelle: dpa)
In Kasan hatte er nichts zu Lachen: Volley-Trainer Mark Lebedew

Bitteres Deja-vu für die Berliner

Kasan, 2008 und 2012 Gewinner der Königsklasse, kämpft nun gegen den Sieger des italienischen Duells CE Piacenza gegen Lube Macerata um einen Platz beim Final Four Ende März in Ankara. Schon im vergangenen Jahr waren die Berlin Volleys in der Champions League in der Top-12-Runde an Zenit Kasan gescheitert, mussten sich damals allerdings sowohl im Hin- als auch im Rückspiel bei beiden 2:3-Niederlagen erst in der "Verlängerung" des Tiebreaks (16:18 und 14:16) geschlagen geben.

Die Ausgangsposition für die Berlin Volleys war bereits vor dem Spiel denkbar schlecht gewesen. Um das Ausscheiden in der Top-12-Runde tatsächlich noch zu vermeiden, hätten die Berlin Volleys nicht nur 3:0 oder 3:1 gewinnen, sondern sich gleich anschließend auch noch in einem Golden Set durchsetzen müssen. "Wir brauchen ein kleines Wunder", hatte Angreifer Robert Kromm vor dem Spiel unumwunden erklärt. Das blieb allerdings aus.

Mehr zum Thema