Berlins Trainer Mark Lebedew spricht mit seinen Spielern (Quelle: dpa)

Am Donnerstag wartet erst einmal Coburg - Volleys wollen Final Four der Champions League ausrichten

Eine Heimspielwoche für die Berlin Volleys: Am Montag siegte der deutsche Meister in eigener Halle gegen Düren, heute Abend geht es gegen Aufsteiger Coburg. Doch der Kracher steigt erst am Sonntag: Dann erwarten die Volleys den Erzrivalen aus dem Süden. Die Berliner haben aber auch große Visionen.

Die Berlin Volleys halten an ihren Plänen fest, im nächsten Jahr die Vierer-Endrunde der Champions League auszurichten. Mit einer halben Million Euro bezifferte Manager Kaweh Niroomand die Kosten. "Das ist ein strammes Sümmchen für uns", sagte er am Donnerstag.

Mit Hilfe des Senats und Wirtschaftsunternehmen dieser Stadt soll das Vorhaben realisiert werden. Erste positive Signale aus dieser Richtung gebe es laut Niroomand bereits.

Erst einmal müssen sich die Volleys allerdings in der Bundesliga überhaupt für die Champions League qualifizieren. "Das Finale um die deutsche Meisterschaft ist ein Muss für uns", betonte Niroomand, denn nur die beiden Finalisten dürfen im nächsten Jahr in der Königsklasse starten. Wegweisend auf dem Weg dorthin ist am Sonntag (1600 Uhr) das Spitzenspiel gegen den Tabellenführer und Spitzenreiter Friedrichshafen in der Schmeling-Halle.

Pflichtaufgabe gegen Coburg am Donnerstag

Doch vor diesen Finalplänen und dem Match am Sonntag wartet VSG Coburg/Grub. Ein Sieg ist für die Berlin Volleys Pflicht, wenn sie heute im Bundesliga-Heimspiel den Aufsteiger in der Max-Schmeling-Halle empfangen. Schon zweimal hat die Mannschaft von Trainer Mark Lebedew in dieser Saison den derzeitigen Tabellenvorletzten besiegt. Dem 3:1-Erfolg im Hinspiel in Coburg folgte ein 3:0 im Pokal-Viertelfinale.

Lebedew warnt seine Mannschaft allerdings vor Hochmut. "Wir tun gut daran, jeden Gegner ernst zu nehmen", sagte er. Nachlässigkeiten will der australische Coach gegen Coburg nicht dulden. "Jeder Punkt ist wichtig, wenn wir in der Tabelle noch weiter nach oben klettern wollen." Derzeit sind die Berliner Tabellendritter, haben acht Punkte Rückstand auf Spitzenreiter VfB Friedrichshafen, allerdings auch zwei Spiele weniger absolviert.

Dennoch werden gegen Coburg bei den Berlinern voraussichtlich auch wieder Spieler aus der "zweiten Reihe" zum Zuge kommen, um Stammkräfte zu schonen für das schwere Spiel am Sonntag gegen Friedrichshafen. Die Partie gegen den Erzrivalen vom Bodensee beendet zugleich die Heimspiel-Woche der Berliner, die am Montag mit einem 3:0-Sieg gegen Evivo Düren erfolgreich begonnen hatte. "Noch können wir aus eigener Kraft Erster werden", sagte Trainer Mark Lebedew. Niroomand indes versucht, den Druck von der Mannschaft zu nehmen. "Für uns bricht nicht gleich die Welt zusammen, wenn wir gegen Friedrichshafen verlieren sollten. Ich gehe davon aus, dass wir Platz zwei in jedem Fall verteidigen werden. Und das ist auch eine gute Ausgangsposition für die Play-offs."

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