Morten Green von den Schwenninger Wild Wings schießt das 0:1 (Quelle: dpa)

Eishockey | Pleite nach Penalty-Schießen - Eisbären verlieren auch gegen Schwenningen

Die Krise will einfach kein Ende nehmen: Die Eisbären haben auch die zweite Partie des Wochenendes verloren. Am Freitag setzte es eine herbe Niederlage gegen München, am Sonntag war selbst der Vorletzte aus Schwenningen nicht zu bezwingen.

Frank Hördler und Constantin Braun - Magen-Darm-Infekt, Rob Zepp - Rippenprellung, Julian Talbot - Innenbandruptur, André Rankel, Mads Christensen, Thomas Supis - Gehirnerschütterung, Jens Baxmann - Kreuzbandriss, Florian Busch - Viruserkrankung.

Das Lazarett der Eisbären ist prall gefüllt. Selbst dem Serien-Meister der vergangenen Jahre gelingt es seit Wochen nicht, den Ausfall zahlreicher Stammkräfte zu kompensieren. Die direkte Qualifikation für die Playoffs liegt außer Reichweite.

Vor allem, nachdem die Eisbären Berlin auch ihr DEL-Heimspiel gegen den Vorletzten aus Schwenningen verloren haben und damit die zweite Niederlage am Wochenende kassierten. Durch das 3:4 (2:2, 0:0, 1:1) nach Penaltyschießen muss der Titelverteidiger all seine Hoffnungen auf die Pre-Playoffs setzen. Der Liga-Neuling klettert einen Platz nach oben (12.).

Olver vergibt Penalty

In Berlin liefen die ersatzgeschwächten Eisbären vor 14.200 Zuschauern im ersten Drittel zweimal einen Rückstand hinterher. Morten Green traf zum 0:1 für die Gäste. Nachdem Matthew Foy der Ausgleich gelang, brachte Alexander Dück Schwenningen abermals in Front. Barry Tallackson erzielte aber noch vor der Pause das 2:2. In einer umkämpften Partie brachte Ex-Nationalspieler Travis Mulock die Eisbären zu Beginn des Schlussdrittels erstmals in Führung.

Doch die bei Kontern stets gefährlichen Württemberger kamen sechs Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit durch Nicholas Petersen noch zum 3:3. Nach torloser Verlängerung entschied Daniel Hacker mit seinem verwandelten Penalty das Spiel zugunsten des DEL-Neulings. Olver hatte den entscheidenden Penalty verschossen.

Bei der Vereinsführung wurde man schon vor dem Wochenende offenbar nervös: Manager Peter John Lee hatte ein klares Bekenntnis zu Trainer Jeff Tomlinson abgelehnt. "Es geht bei uns nicht um einzelne Menschen, sondern um eine Mannschaft", sagte Lee am Donnerstag der "Bild". Der momentane Zustand der Eisbären bereite ihm "Schmerzen". Als Gründe für die Krise des Teams nannte Lee die Verletztenmisere: "Wir müssen einfach ein paar Spieler wieder gesund auf das Eis zurückbekommen."

Statistik zum Spiel

Eisbären Berlin - Schwenninger Wild Wings 3:4 n.P. (2:2,0:0,1:1)

Schiedsrichter:
Brill/Vogl (Zweibrücken/München)
Zuschauer: 14.200

Tore: 0:1 Green (2:47), 1:1 Foy (5:57), 1:2 Dück (8:52), 2:2 Tallackson (15:05), 3:2 Mulock (40:51), 3:3 Petersen (53:08) - Penalty: Hacker

Strafminuten: 6 + 10 Foy / 10 + 10 O'Connor
Schüsse:
Eisbären 41 (16, 14, 9, 2) Schwenningen 28 (10, 8, 8, 2)
Gewonnene Bullys:
Eisbären 29 (9, 9, 11, 0), Schwenningen 35 (16, 8, 8, 3)

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