
Eishockey | Niederlage gegen die Freezers - Eisbären legen die nächste Pleite hin
"Wir schauen nur nach oben", hieß es bei den Eisbären vor dem Spiel gegen die Hamburg Freezers. Doch so mancher Spieler wird den Kopf hängen lassen: Drei Tore kassierten die Berliner. Die Playoff-Plätze rücken in immer weitere Ferne - und die Luft um Trainer Jeff Tomlinson wird dünner.
Die Hamburg Freezers haben die Eisbären Berlin am Dienstag klar mit 3:0 besiegt. Damit setzten sich die Hanseaten am 36. Spieltag wieder an die Spitze der Deutschen Eishockey Liga (DEL).
In Hamburg warteten die 8.362 Zuschauer trotz einer abwechslungsreichen Partie im ersten Abschnitt vergeblich auf Treffer. Die erneut ohne zahlreiche Leistungsträger angetretenen Eisbären nutzten auch Überzahlmöglichkeiten nicht zu Toren.
Mit einem knappen 1:0 ging die Heim-Mannschaft ins Schlussdrittel, legte dann aber dank Jerome Flaake und Thomas Oppenheimer schnell nach. Die Freezers hatten die Tabellenführung nach dem 3:4 in Straubing am Sonntag an die Haie abgeben müssen. Jetzt bauten sie ihre Erfolgsserie vor heimischen Publikum auf 14 Siege nacheinander aus.
Playoffs rücken weiter in die Ferne
Nun müssen die Eisbären gegen Mannheim (Freitag) und Krefeld (Sonntag) ihr Spiel machen. Der amtierende Deutsche Meister, nach einem bislang miserablen Saisonverlauf auf Rang neun abgestürzt, müsste in den verbleibenden Vorrundenspielen zwölf Punkte Rückstand auf Platz sechs aufholen, um die Playoffs noch zu erreichen.
Doch sollte sich die Negativserie der Berliner und des in die Kritik geratenen Trainers Jeff Tomlinson fortsetzen, müssen die Hauptstädter sogar um die Qualifikation für die Vor-Playoffs bangen - Rang sieben bis zehn spielen in einer Qualifikationsrunde zwei weitere Playoff-Teilnehmer aus.
Tomlinsons Zukunft ungewiss
Nach der dritten Niederlage in Folge wird die Luft für Tomlinson immer dünner. Schon vor der Partie gegen Schwenningen war der Coach von den Fans ausgepfiffen worden. Für weiteren Unmut sorgte der frühere Eisbären-Stürmer mit despektierlichen Äußerungen über Ersatztorwart Sebastian Elwing. Diese nahm er später zurück: "Ich habe einen Fehler gemacht, und die Pfiffe sind von daher berechtigt", räumte Tomlinson ein.
Die sportliche Führung der Eisbären wird nicht müde zu betonen, dass die Talfahrt des Meisters der Verletzungsmisere geschuldet ist. Tatsächlich fehlten bei der 3:4-Pleite gegen Schwenningen mit Rob Zepp, Jens Baxmann, Andre Rankel, Florian Busch, Julian Talbot, Mads Christensen, Frank Hördler und Constantin Braun gleich acht Spieler. "Das soll keine Entschuldigung sein, trifft uns aber hart", meinte Lee.
Dennoch: Sollte in dieser Woche keine Trendwende erkennbar sein, dürfte Tomlinson kaum noch zu halten sein.



