
Olympische Winterspiele 2014 - "Wir kapitulieren nicht vor Drohungen"
Zwölf Athleten aus Berlin und Brandenburg werden in zwei Wochen ins russische Sotschi reisen, das steht jetzt fest. Insgesamt vertreten 152 Athleten Deutschland bei den Olympischen Winterspielen am Schwarzen Meer. Der Olympische Sportbund geht trotz der jüngsten Terrordrohungen davon aus, dass die Sicherheit dort gewährleistet ist.
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat am Donnerstag seine Nominierung für die Olympischen Winterspiele in Russland bekannt gegeben, die in gut zwei Wochen beginnen. Zum 152-köpfigen Aufgebot für Sotschi gehören zwölf Athleten aus Berlin und Brandenburg.
Die Potsdamer Anschieber Kevin Kuske und Christian Poser sitzen in Sotschi im Bob von Pilot Thomas Florschütz. Im Eisschnellauf nehmen Claudia Pechstein, Jenny Wolf, Monique Angermüller, Bente Kraus und Samuel Schwarz (alle Berlin) an den Wettbewerben teil. Ans Schwarze Meer fahren auch der Eiskunstläufer Peter Liebers, das Eistanz-Paar Tanja Kolbe/Stefano Caruso und die beiden Eishockey-Frauen Susann Götz und Nina Kamenik (alle Berlin).
Eine persönliche Bestleistung kann der Erfolg des Lebens sein
Der DOSB strebt erneut 30 Medaillen an. "Das war, ist und bleibt unser grundsätzliches Ziel. Daran hat sich nichts geändert, daran wird sich auch nichts ändern", erklärte der neue Präsident Alfons Hörmann und sprach von einer "starken und hochmotivierten Mannschaft". In den Zielvereinbarungen der Wintersportverbände mit dem Bundesinnenministerium ist ein Korridor von 27 bis 42 Edelplaketten festgeschrieben. Ziel des deutschen Teams sei es, im Medaillenspiegel wieder einen Podestplatz zu erreichen, betonte Vesper. In Vancouver 2010 war Deutschland mit zehn Gold-, 13 Silber- und sieben Bronzemedaillen zweiterfolgreichste Nation nach Gastgeber Kanada (14/7/5) und vor den USA (9/15/13).
Gleichzeitig will der ehemalige Skiverbandspräsident die Mannschaft nicht nur an Podestplätzen messen. "Aus meiner Sicht kann es nicht nur um die reine Frage des Medaillenzählens gehen", sagte Hörmann. Auch eine persönliche Bestleistung könne "beispielsweise für junge Leute der Erfolg des Lebens sein".
"Wir kapitulieren nicht vor diesen Drohungen"
Trotz der Terrorgefahr und den jüngsten Anschlägen in der Region lässt sich der Deutsche Olympische Sportbund nicht einschüchtern. "Terrordrohungen - das will ich nicht verharmlosen - hat es vor anderen Großereignissen häufig, wenn nicht immer gegeben. Ich erinnere nur an London", sagte Vesper. "Wir kapitulieren nicht vor diesen Drohungen, die da ausgestoßen werden. Wir müssen davon ausgehen, dass die Sicherheit aller gewährleistet ist."
Die Olympischen Winterspiele 2014 werden am 7. Februar feierlich eröffnet - genau um 20.14 Ortszeit.


