Adrian Ramos (Quelle: dpa)

Fußball | Was passiert mit Herthas Ramos? - Schattenmann im Kopf

Adrian Ramos hat einiges zu bieten, bei der Hertha wissen sie das seit Jahren. Doch der Wert des Stürmers hat sich herumgesprochen, weshalb Ramos auch in anderen Vereinen gehandelt wird. Die Berliner beteuern: Nö, bisher hat sich keiner offiziell mit einem Angebot gemeldet. Allerdings sucht Hertha wohl schon nach einem Ersatz für den Kolumbianer.

Eigentlich könnte Hertha feiern: 3:0 in Hamburg und als Sahnehäubchen eine ausgesprochen exzellente Vorstellung von Adrian Ramos. Doch es gibt diesen einen Stimmungskiller: Je besser Ramos spielt, desto mehr müssen sich die Berliner auch um ihn sorgen. Möglicherweise gerät auch deshalb Hertha-Trainer Jos Luhukay immer ein wenig aus der Fassung, wenn es um die Zukunft des Kolumbianers in Berlin geht.

Am Montag nun erklärte Luhukay, er werde sich nicht mehr "vordergründig" mit einem möglichen Wechsel von Ramos beschäftigen: "Warum müssen wir das ständig beantworten?", bemerkte der Niederländer zur Debatte um die sportliche Zukunft des Bundesliga-Toptorjägers. "Noch ist es nicht soweit." Doch dann rückt er doch damit raus, dass Hertha an einem "Plan B" arbeitet. Der Verein bereite sich vor: "Das gilt für alle Spieler. Man muss immer eine Schattenmannschaft im Hinterkopf haben."

Ramos, der immerhin noch einen Vertrag bis 2015 bei Hertha hat, gilt bei Borussia Dortmund als Kandidat für die Nachfolge des im Sommer zu Bayern München abwandernden Robert Lewandowski.

Preetz: Keine Anfrage, keine Angebote

"Wir lesen jeden Tag von neuen Spekulationen. Es gibt keine Anfrage, keine Angebote", betonte Hertha-Manager Michael Preetz am Sonntagabend nochmals im RBB-"Sportplatz". Ein neues Vertragsangebot liege dem 28-jährigen Ramos bereits "seit Monaten" vor: "Wir wollen ihn halten, das demonstrieren wir mit dem Angebot", sagte Preetz.

Vielleicht liegt da auch ein wenig Enttäuschung in den Äußerungen von Preetz. Denn insgeheim wird die Club-Führung nach dem Deal mit dem Investor KKR gehofft haben, Ramos doch noch halten zu können. Derzeit sieht es aber so aus, als würde er sich für die sportliche Perspektive entscheiden. Denn Dortmund kann mit Spielen in der Champions League locken.

14 Mal hat Ramos in dieser Saison bereits getroffen. Er hofft auf ein Comeback in der kolumbianischen Nationalmannschaft sowie auf eine WM-Teilnahme. "Er macht die wichtigen Tore, er macht den Unterschied, deshalb möchte man ihn in der Mannschaft", sagte Luhukay.

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