
Neuhaus sagt das A-Wort - Aus Wien in die Köpenicker Verteidigung
Union macht sich jetzt auch ganz offiziell Hoffnungen auf den Aufstieg: Trainer Neuhaus hat den Aufstiegskampf ausgerufen. Und für diesen Fall plant der Verein auch schon. Die Köpenicker haben sich nämlich ein echtes Pfund für die Abwehr geholt.
Der Fußball-Zweitligist 1. FC Union Berlin hat sich den ersten Neuzugang für die kommende Saison gesichert. Im Sommer wechselt der österreichische Nationalspieler Christopher Trimmel vom Erstligisten Rapid Wien zu den Köpenickern. Trimmel sei ein robuster Spieler, der Defensivstärke und Angriffslust in sich vereine, erklärte Union-Trainer Uwe Neuhaus am Samstag die Verpflichtung: "Er hat diese Qualität über längere Zeit unter Beweis gestellt und kann uns einen weiteren Schritt nach vorne bringen."
Rechtsverteidiger Trimmel hat für Rapid in 186 Pflichtspielen 22 Tore erzielt. Zudem absolvierte der 26-Jährige drei A-Länderspiele für Österreich. "Ich glaube, der Wechsel zu Union ist genau das Richtige für mich. Dort wird mit Bedacht und Sorgfalt etwas aufgebaut und ich kann ein Teil des Ganzen sein", erklärte Trimmel, der jedoch auch einräumte, dass es für ihn eine schwere Entscheidung sei, Rapid zu verlassen.
Vor wenigen Tagen erst war bekannt geworden, dass sich Union wohl nach 13 Jahren von Innenverteidiger Christian Stuff trennen wird. Stuff war in der Hinrunde lediglich noch auf wenige Einsätze gekommen und hatte gegen Dresden ebenfalls nicht zum Kader gehört. Der 31-Jährige ist derzeit nur noch der Not-Innenverteidiger hinter Fabian Schönheim, Mario Eggimann und Roberto Puncec.

Der Aufstieg als Motivation oder klares Ziel?
Kurz nach dem Punktgewinn der Unioner am Freitag bei Fortuna Düsseldorf hatte der Trainer der Eisernen, Uwe Neuhaus, den Aufstieg in die 1. Bundesliga auch öffentlich als Saisonziel ausgegeben: "Unser Ziel ist der Aufstieg. Wir sind jetzt oben dabei. Warum sollen wir sagen: 'Nein, aufsteigen wollen wir nicht?' Dann halten uns alle für Idioten."
Vor allem scheint Neuhaus bei seiner Mannschaft neue Kräfte freisetzen zu wollen, denn das Spiel seiner Mannschaft bei Düsseldorf war wenig zufriedenstellend. Im kommenden Heimspiel am Freitag gegen den FSV Frankfurt will der Fußball-Zweitligist endlich den ersten dreifachen Punktgewinn im Jahr 2014 erzielen. "Wir müssen da weiter machen, wo wir in Düsseldorf aufgehört haben. Dann wird es der FSV ganz schwer haben", sagte Mittelfeldspieler Martin Dausch.
Wie schon beim 0:0 gegen Dynamo Dresden hatten es die Berliner am Freitagabend verpasst, sich im Aufstiegsrennen eine deutlich bessere Ausgangsposition zu verschaffen. Vor allem durch die Leistungen von Torhüter Daniel Haas und den Treffer von Sören Brandy konnte Union eine Niederlage verhindern.



