Christian Stuff (Quelle: imago)

Stuff geht nach acht Jahren - Das nächste Urgestein verlässt die Alte Försterei

Nur Torsten Mattuschka und Jan Glinker haben mehr Einsätze als er: Publikumsliebling Christian Stuff verlässt Union Berlin nach acht Jahren und 236 Einsätzen. Vor wenigen Tagen erst hatte Glinker seinen Abschied bekanntgegeben. Ein Karriereende kommt für beide nicht in Frage.

Regionalliga, 3. Liga, 2. Liga - Christian Stuff hat seit 2006 einiges mitgemacht bei Union Berlin. Nun wird der 31-Jährige den Fußball-Zweitligisten nach acht Jahren verlassen. Der im Sommer auslaufende Vertrag wird nicht mehr verlängert, teilte der Verein am Donnerstag mit. Erst vor ein paar Tagen gab der Verein bekannt, den Vertrag von Urgestein Jan Glinker ebenfalls nicht zu verlängern.

Ein paar sollen es schon noch sein

Der Abwehrspieler rangiert mit 236 Pflichtspielen nach Glinker (247) und Torsten Mattuschka (281) auf Rang drei der Liste mit den meisten Einsätzen für Union. "In den vergangenen Wochen war allmählich abzusehen, dass es im Sommer hier für mich nicht mehr weitergeht", wird Stuff in der Club-Mitteilung zitiert.

Der Routinier spielt im Konzept des Trainers Uwe Neuhaus keine tragende Rolle mehr. In der laufenden Saison kam Stuff bislang nur siebenmal zum Einsatz (zweimal eingewechselt, fünfmal über die volle Distanz). "Es ist kein Geheimnis, dass seine Einsatzchancen durch die Transfers der vergangenen Jahre inzwischen deutlich gesunken sind, deshalb ist ein Wechsel für ihn absolut richtig", kommentierte Union-Trainer Uwe Neuhaus den Abschied des Spielers.

An ein Karriereende denkt Stuff noch lange nicht. "Ein paar Jahre möchte ich gerne noch spielen", sagte der gebürtige Berliner. Stuff stammt aus Berlin und spielte in seiner Jugend für Borussia Friedrichsfelde, Empor Berlin. Danach kickte er unter anderem für den SV Lichtenberg, Saarbrücken und Eintracht Trier.

Düsseldorf aus Distanz halten

Am Freitag muss Union in Düsseldorf ran. Neuhaus erwartet von seiner Mannschaft einen stärkeren Auftritt als beim 0:0 gegen Dynamo Dresden. "Die Leistung vom Dresden-Spiel reicht natürlich nicht aus. Wir müssen uns deutlich steigern", hatte Neuhaus am Mittwoch gesagt. Mit an Bord ist nach seiner Gelbsperre wieder der kroatische Mittelfeldspieler Damir Kreilach. "Damir wird in die Mannschaft kommen. Das ist klar. Vom Gefühl her würde ich sagen, dass es nicht die einzige Änderung ist", kündigte der Coach an.

Der Berliner Fußball-Zweitligist, der derzeit zwei Punkte hinter dem Relegationsrang drei liegt, will den Anschluss nach oben wahren und die sechs Zähler zurückliegenden Düsseldorfer auf Distanz halten. "Düsseldorf ist nicht einfach zu bespielen", warnte Neuhaus. "Wir haben aber schon vier Mal auswärts gewonnen. Wir haben nachgewiesen, dass wir auswärts bestehen können." Das Hinspiel an der Alten Försterei hatte Union Mitte August dank zweier Treffer von Adam Nemec mit 2:1 gewonnen.

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