Stephan Schmidt - Fußballtrainer (Quelle: dpa)

Fußball | Verein berät - Energie-Präsidium sucht Retter

Der Abstieg von Energie rückt näher. Gegen Aue gab es zuletzt eine erneute Heimpleite, ein rettender Tabellenplatz ist in nahezu unerreichbarer Ferne. Aufgeben will man in Cottbus aber nicht. Heute Abend tagt das Präsidium - eine Ablösung des glücklosen Trainers Stephan Schmidt gilt als wahrscheinlich.

Am Montagabend will das Präsidium von Energie Cottbus über die Zukunft des bislang überaus unglücklich agierenden Trainers Stephan Schmidt beraten. Die Ablösung des erst im November eingestellten Übungsleiters gilt als ziemlich sicher.

Schmidt selbst hatte am Freitag nach dem 2:3 gegen Aue noch einmal betont, dass er die volle Verantwortung übernimmt für das, was die Mannschaft abliefert. Er beschäftigt sich zwar bereits mit Energies nächstem Gegner Kaiserslautern (Freitag 18.30 Uhr), doch ob er dann noch Trainer des FC Energie sein wird, ist sehr zweifelhaft. Bereits acht Punkte Rückstand haben die Lausitzer auf den Relegationsplatz, die Lücke zu einem Nichtabstiegsrang ist noch deutlich größer.

Die Präsidiumssitzungkönnte nun Aufschluss darüber geben, wie die letzten Rettungsanstrengungen aussehen könnten und weitere Fragen beantworten. Konkrete Namen aber für eine Nachfolge von Schmidt wurden vom Präsidium noch nicht genannt.

Plötzlich taucht Sander wieder auf

Dafür schießen aber die Spekulationen ins Kraut. Am Freitag war der frühere FCE-Trainer Petrik Sander und sein früherer Co-Trainer Thomas Hoßmang im Stadion. Bei den Fans sind beide noch beliebt. Doch erscheint diese Konstellation ziemlich unwahrscheinlich, weil das Duo 2006 vom jetzigen Präsidium entlassen worden war.

Auch der Name der "Ikone" Eduard Geyer, der den Club von 1994 bis 2004 trainierte, spielt weiter eine Rolle. Eigentlich  hatte der ehemalige Energie-Coach schon vor der Partie in Aalen die Rolle als Trainer oder Sportdirektor abgelehnt. Doch der Verein hat das Thema Geyer offenbar immer noch nicht abgehakt. "Es wäre eine ordentliche Variante gewesen, ich finde sie auch jetzt noch gut", meinte Präsident Ulrich Lepsch.

Kaum Substanz für Neuaufbau

Ex-Coach Bojan Prasnikar, der dem Verein nach eigenem Bekunden gerne helfen würde, scheint keine Option zu sein. Zumal sich das Energie-Credo des Neuanfangs im Abstiegsfall ja wohl auch auf den Trainer erstrecken müsste.

Das Korsett für diesen Neuaufbau scheint schwach: Bis auf drei Spieler hat kein Profi einen Vertrag für die 3. Liga. Für den kurzfristigen Übergang könnte darum zunächst Co-Trainer Jörg Böhme die Mannschaft auf Kaiserslautern vorbereiten, damit der Verein bei der Trainersuche noch ein wenig Zeit gewinnt.

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