
Cottbus punktet in Aalen - Latte, Latte, Remis
Ein irres Unentschieden für Energie: Bis kurz vor Spielschluss war Cottbus in Aalen weiter dem Abstieg aus der 2. Liga entgegengetaumelt - noch in der 93. Minute stand es 2:1 für den VfR. Doch dann spielten sich verrückte Szenen im Strafraum der Gastgeber ab und die Lausitzer landeten noch den Ausgleich. Damit sieht es zwar immer noch düster für Energie aus, doch zumindet die Niederlagenserie ist beendet.
Energie Cottbus hat seine beispiellose Niederlagenserie durch ein Tor in letzter Sekunde gestoppt. Mit dem 2:2 (1:1) beim VfR Aalen holte der Cottbus-Trainer Stephan Schmidt im achten Spiel seit seinem Amtsantritt zumindest einen Punkt, Sven Michel erzielte in der letzten Minute der Nachspielzeit (90.+3) den Treffer zum Ausgleich.
Schmidt hatte zuvor sieben Partien in Folge verloren. Dennoch hält der Absturz in Richtung Drittklassigkeit an, denn mit dem Remis konnten die Lausitzer den Rückstand zum rettenden Ufer nur um einen Punkt verkleinern. Cottbus hat nun acht Punkte Rückstand auf Relegationsplatz 16.
Mit Boubacar Sanogo, Alexander Bittroff und Julian Börner fehlten am am Sonntag drei Spieler gesperrt. Außerdem war mit Michael Schulze eine weitere Stütze verletzt ausgefallen. Dafür stand Ivica Banovic nach auskurierter Verletzung wieder zur Verfügung.
Hinten relativ sattelfest, vorne harmlos
Die Begegnung war mit einen spektakulären Volleyschuss von Aalens Sascha Traut (4.) gestartet, der per Direktabnahme aus gut 25 Metern Energie-Keeper Rene Renno überwand. Er musste den am Ellbogen verletzten Robert Almer vertreten. Von diesem erneuten frühen Rückschlag erholte sich Cottbus überraschend schnell - Uwe Möhrle (11.) staubte nach einem Eckball zum Ausgleich ab.
Oliver Barth (81.) sorgte in der Schlussphase für den Sieg, ehe Cottbus in einer spektakulären Nachspielzeit noch der Ausgleich gelang. Zunächst hatte Steffen Bohl per Freitsoß nur die Latte getroffen, anschließend traf Mathias Fetsch im Nachsetzen ebenfalls nur Aluminum, ehe Michel im dritten Versuch den Ball über die Linie köpfen konnte.
Die Schmidt-Elf hielt die Partie vor 5.571 Zuschauern offen und zeigte auch das nötige Engagement. Die Defensive präsentierte sich relativ sattelfest, in der Offensive gelangen jedoch zu wenige klare Angriffe. Aber auch das Spiel der Aalener blieb bis auf vereinzelte Aktionen zu uninspiriert.
Beste Akteure waren aufseiten der Gastgeber Kapitän Leandro Grech und Daniel Buballa. Bei Cottbus stachen besonders die Innenverteidiger Ahmed Madouni und Möhrle heraus.
Das Hinspiel konnten die Lausitzer noch klar gewinnen, 5:1 hieß es damals. Es war der letzte große Höhepunkt der laufenden Spielzeit. Damals bedeutete das übrigens für Cottbus Rang 4.
Etwas Aufregung hat es unter der Woche gegeben: Erfolgscoach Eduard Geyer hatte dem Verein in dieser Woche abgesagt. Geyer trainierte Cottbus von 1994 bis 2004 und führte die Mannschaft dabei bis in die Erste Liga.




