
Handball | Weitere Rückraumspieler verletzt - Füchse-Sieg gegen Magdeburg teuer bezahlt
Den Füchsen Berlin gehen langsam die Rückraumspieler aus. Beim 27:24-Erfolg gegen den SC Magdeburg haben sich Pavel Horak und Paul Drux verletzt. Konstantin Igropulo und Iker Romero alleine können das nicht ausgleichen. Eine Lösung für das Personalproblem könnte der eigene Nachwuchs sein - oder eine Neuverpflichtung.
Die Füchse Berlin haben ihren Heimsieg gegen den SC Magdeburg teuer bezahlt. Beim 27:24 (15:9)-Erfolg am Mittwochabend haben sich Paul Drux und Pavel Horak verletzt. Damit fehlem dem Berliner Handball-Bundesligisten mittlerweile vier Rückraumspieler.
Nationalspieler Sven-Sören Christophersen fällt schon seit längerem mit Knieproblemen aus, und Barlomiej Jaszka war mit Rückenproblemen von der EM in Dänemark zurückgekehrt.
Damit sind Konstantin Igropulo und Altstar Iker Romero derzeit die einzig etablierten Kräfte auf der Rückraumposition.
Neuverpflichtung wäre finanziell drin
"Jetzt müssen wir mal darüber nachdenken, ob wir reagieren", sagte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning. Schließlich stehen für die Füchse mit Liga, DHB-Pokal und EHF-Cup bis Ende März zwölf Spiele auf dem Programm. Bereits am Samstag müssen die Füchse in der Slowakei gegen MSK Hlohovec antreten.
In der laufenden Spielzeit haben die Nachwuchskräfte der Füchse wie Fabian Wiede, Paul Drux, Jonas Thümmler oder Colja Löffler bereits gezeigt, dass man sich auch im Ernstfall auf sie verlassen kann. Auch die Verpflichtung eines neuen Spielers wäre eine Option. Ausreichend Geld dafür sei im Etat vorhanden, verriet Hanning, "aber wir müssen jetzt ganz schlau sein". Erst einmal wolle er abwarten, was die ärztlichen Untersuchungen bei Horak, Jaszka und Drux ergeben.
Jung-Füchse könnten nachrücken
Den Füchsen läuft allerdings die Zeit davon. Einen Spieler können sie in der Bundesliga nur noch bis zum 15. Februar nachmelden. Für den EHF-Pokal ist die Frist bereits abgelaufen. "Wir können erst wieder zum Final-Four-Turnier einen neuen Spieler einsetzen", erklärte Sportkoordinator Volker Zerbe. Für die Gruppenphase ist somit kein möglicher Neuzugang spielberechtigt.
Zunächst bleibt Hanning und Trainer Dagur Sigurdsson daher wohl nur die weitere Verjüngung der Mannschaft, Jaron Siewert wurde bereits gemeldet. Der 20 Jahre alte Spielmacher aus der zweiten Mannschaft der Füchse kam bereits im ersten Gruppenspiel gegen Chambéry Savoie zum Einsatz.
"Oliver Milde kann das auch", sagte Hanning. Milde, der ebenfalls in der zweiten Mannschaft der Füchse spielt, wurde allerdings gerade an den Zweitligisten HC Empor Rostock ausgeliehen. Auch Kenji Hövels ist im Gespräch. Der Nachwuchsspieler der Berliner ist ebenfalls erst 20 Jahre alt.
Heinevetter rettet Füchse
Die Füchse hatten sich am Mittwochabend in der Max-Schmeling-Halle vor 8457 Zuschauern vor allem in der ersten Hälfte überlegen gezeigt. In den ersten Minuten überrollten die Füchse die Magdeburger förmlich. Erst gegen Ende der ersten Hälfte ließ die ansonsten sichere Berliner Defensive dem SCM mehr Raum. Dennoch gingen die Hauptstädter mit einer komfortablen 15:9-Führung in die Kabine.
Nach der Pause ließen die Füchse stark nach, die Gäste wirkten nun zielstrebiger. Doch als die Partie zu kippen drohte, bewies Füchse-Torwart Silvio Heinevetter mit 20 Paraden einmal mehr sein Klasse. Der Nationalkeeper hielt außerdem vier Siebenmeter nacheinander.




