
Fußball | Vor Auswärtsspiel in Hamburg - Hertha schiebt Franz und Kluge zur U23 ab
Schock für die Hertha-Profis Maik Franz und Peer Kluge: Trainer Jos Luhukay hat beide aussortiert und ins Regionalliga-Team abgeschoben. Franz zeigte sich "überrascht und enttäuscht", angeblich erwägen beide rechtliche Schritte. Unterdessen bereitet sich die Mannschaft auf das Auswärtsspiel am Samstag beim HSV vor.
Verteidiger Maik Franz (32) und Mittelfeldspieler Peer Kluge (33) spielen in den Planungen von Hertha-Trainer Jos Luhukay keine Rolle mehr. Die beiden Routiniers wurden zur U23-Mannschaft abgeschoben, die in der Regionalliga Nord/Ost gegen den Abstieg kämpft.
Franz zeigte für seine Versetzung kein Verständnis. "Ich bin überrascht und enttäuscht über die Maßnahme", sagte er im Gespräch mit kicker-online. "Wir haben nie für Unruhe gesorgt oder uns etwas zuschulden kommen lassen."
Beide Spieler erwägen nun angeblich, die Vereinigung der Vertragsfußballer (VdV) einzuschalten. Die Verträge von Franz und Kluge laufen noch bis zum Ende der Saison 2014/15.
Am Samstag Auswärtsspiel beim HSV
Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge und der Aufregung um ein nicht gegebenes Tor will Hertha am Samstag (18.30 Uhr) wieder für positive Schlagzeilen sorgen. Das Gastspiel beim schwer angeschlagenen Hamburger SV bietet den Berlinern die Möglichkeit, in die Erfolgsspur der Hinrunde zurückzufinden.
Der zuletzt desolat spielende HSV ist auf den vorletzten Tabellenplatz abgestürzt. Das Team von Trainer Bert van Marwijk befindet sich nach fünf Niederlagen in Folge in höchster Abstiegsnot. Im Umfeld des Traditionsvereins macht sich leichte Panik breit - als einziger Bundesligist ist der HSV noch nie abgestiegen, an Zweitliga-Duelle mit Sandhausen und Paderborn mag man in der Hansestadt gar nicht denken.
Hertha bangt vor der Auswärtspartie um das Mitwirken von Per Skjelbred. Der norwegische Mittelfeldspieler des Berliner Fußball-Erstligisten laboriert wie auch Verteidiger Fabian Holland an einem grippalen Infekt und kann derzeit nicht voll trainieren.
"Man muss abwarten, ob es reicht, dass er mit 100 Prozent antreten kann", sagte Herthas Coach Jos Luhukay vor der Partie am Samstag in Hamburg. Skjelbred ist vom HSV ausgeliehen, auf der Gegenseite spielt Pierre-Michel Lasogga als Berliner Leihgabe bei den Hamburgern.

Verhandlungen über Lasogga am Samstag tabu
Hertha will Angreifer Lasogga, der beim Hauptstadtclub noch bis 2015 gebunden ist, am Saisonende zurück. Der Club hat dem 22-jährigen Stürmer einen neuen langfristigen Vertrag angeboten. Vor und bei dem Spiel am Samstag aber ist das Thema für die Berliner Verantwortlichen tabu. "Wir fahren nach Hamburg, um das Spiel zu bestreiten. Es ist nicht der Zeitpunkt, um Vertragsgespräche zu führen", erklärte Hertha-Manager Michael Preetz am Donnerstag.
Vor seiner Rückkehr in den Hertha-Kader steht Tolga Cigerci, der zuletzt wegen Achillessehnenproblemen ausgefallen war. Preetz stellte in Aussicht, dass Hertha nach derzeitigem Stand im April die Kaufoption für die Leihgabe des VfL Wolfsburg ziehen werde.
Auch Änis Ben-Hatira könnte nach zweimonatiger Verletzungspause am Samstag sein Comeback feiern. "Änis ist seit zwei Wochen wieder voll dabei", meinte Trainer Luhukay, "ich möchte aber die Eindrücke der Trainingswoche abwarten."
