Sami Allagui Hertha bejubelt das 0:1 beim Hamburger SV (Quelle: imago)

Fußball | Auswärtserfolg in Hamburg - Hertha schießt den HSV Richtung Liga zwei

Hertha BSC hat dem taumelnden Hamburger SV einen weiteren Stoß Richtung Abstieg versetzt. In der Hansestadt kamen die Berliner zu einem klaren 3:0-Sieg. Ramos unterstrich mit zwei Treffern erneut seine Extraklasse.

Nach dem Spiel kannten die eigenen Fans kein Mitleid: Der Hamburger SV wurde nach der 0:3-Pleite gegen Hertha BSC gnadenlos ausgepfiffen. Die Berliner aber fanden nach zwei unglücklichen Niederlagen in die Erfolgsspur zurück.

Vor 48.593 Zuschauern in der Arena am Volkspark leisteten die Gastgeber nur in der Anfangsphase Widerstand, ohne allerdings selbst zu Chancen zu kommen. Stattdessen foulte Westermann (15.) im Strafraum Hosogai - Elfmeter für Hertha. HSV-Schlussmann Adler hatte jedoch keine Mühe, den von Ramos aufreizend lässigen geschossenen Strafstoß zu parieren.

Doppelpack von Ramos

Die Berliner aber ließen sich nicht beirren und kamen nur 30 Sekunden später doch noch zur Führung: Allagui nutzte nach einer Ecke die Unordnung in der HSV-Abwehr und traf aus kurzer Distanz.

Nur acht Minuten später sprang Ramos bei einer Freistoßflanke höher als Djourou und köpfte zu seinem 13. Saisontor ein. Danach war es endgültig um die Hamburger geschehen. Die Berliner zogen fortan ihr Kombinationsspiel auf, der HSV lief hinterher. Schließlich ließ Ramos seinem Gegenspieler Djourou erneut stehen und schoss zum 3:0 ein. Schon zur Pause gab es ein gellendes Pfeifkonzert für die völlig verunsichert wirkenden HSV-Profis.

Westermann fehlen die Worte

Aber auch in der zweiten Halbzeit blieben die Hanseaten harmlos. Das Fehlpassfestival setzte sich fort, die wenigen Möglichkeiten wurden wie von Zoua (53.) kläglich vergeben. Auf der Gegenseite verhinderte Adler gegen Ramos (52.) ein noch höheres Debakel.

Nach dem Spiel zeigten sich die HSV-Spieler ratlos. "Es ist bitter, mir fehlen die Worte. Es ist scheiße", sagte Verteidiger Westermann: "Wir waren nach dem ersten Tor völlig verunsichert und dann kriegen wir das zweite und dritte hinterher."

"Das war ein sehr gelungenes Auswärtsspiel. Über 90 Minuten war der Sieg nicht gefährdet", stellte Hertha-Coach Jos Luhukay dagegen fest.

Für den HSV war es die sechste Niederlage nacheinander, die Mannschaft bleibt auf dem vorletzten Tabellenplatz. Hertha dagegen verbessert sich auf Platz sieben und hat nun wieder die Europacup-Plätze im Visier.

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