
Fußball | Remis gegen Freiburg - Hertha legt müde Nullnummer hin
Am Ende gab es Pfiffe vom Publikum: Hertha BSC und der SC Freiburg haben sich im Freitagsspiel der Bundesliga mit 0:0 getrennt. "Wir haben nie unseren Rhythmus gefunden", klagte Trainer Jos Luhukay nach dem Spiel. Neben dem Heimpech plagen den Hauptstadtclub auch Verltzungssorgen.
Ein Fußball-Leckerbissen sieht anders aus: Hertha BSC ist im Freitagsspiel der Bundesliga nicht über ein 0:0 gegen den abstiegsbedrohten SC Freiburg hinausgekommen. Nach der an Höhepunkten armen Partie gab es von einigen Zuschauern im Olympiastadion Pfiffe.
"Kontrolle über das Spiel verloren"
"Wir haben gut angefangen, dann aber die Kontrolle über das Spiel verloren und nie unseren Rhythmus gefunden. Ich glaube, in der zweiten Halbzeit waren beide Mannschaften froh, dass es beim 0:0 blieb", sagte Hertha-Trainer Jos Luhukay bei Sky.
Vor rund 37.920 Besuchern begannen die Berliner enorm motiviert und störten mit frühem Pressing. Allen voran tauchte Sami Allagui gleich mehrmals gefährlich vor dem Gäste-Tor auf, doch im Abschluss agierte der Deutsch-Tunesier zu unpräzise. Hertha bliebt mit dem torlosen Unentschieden zum dritten Mal in Folge zu Hause sieglos. "Auswärts machen wir aus drei Chancen zwei Tore, aber zu Hause brauchen wir immer eine lange Anlaufzeit. Es ist schwieirg für uns, dass Spiel zu gestalten, kommentierte Allagui die Leistung seiner Mannschaft.
So hatte zwar Marcel Ndjeng kurz vor der Pause die Führung auf dem Fuß, aber der Mittelfeldspieler verstolperte.

Kraft pariert mehrfach
Der Sport-Club versteckte sich nicht und spielte nach anfänglichen Schwierigkeiten mit. Dabei entwickelte sich ein packender Zweikampf zwischen SC-Angreifer Admir Mehmedi und Herthas Torhüter Thomas Kraft. Dreimal fand Mehmedi (7./12./43.) im ersten Durchgang aus günstiger Position seinen Meister im umsichtigen Hertha-Schlussmann.
In der zweiten Halbzeit war es wieder Mehmedi (50.), der per Kopfball Kraft nach einer Ecke zur Großtat zwang. In der Hertha-Offensive tat sich nicht mehr viel. Ramos wirkte nach seiner Blessur etwas gehemmt, und auch die Einwechselung von Ronny brachte keine entscheidenden Impulse mehr.
Selbstkritische Worte nach dem Spiel
Für das Pfeiffkonzert der Fans nach dem Spiel zeigte Luhukay zum Teil Verständnis, "aber vielleicht waren die Erwartungen auch etwas zu hoch". "Freiburg ist nicht so schlecht, wie es der Tabellenplatz aussagt. Sie verteidigen sehr gut. Wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein."
Auch Lewan Kobiaschwilli zollte dem Gegner nach dem Spiel seinen Respekt. "Freiburg war sehr gut auf uns eingestellt. Sie wussten genau, wie sie uns zu bespielen hatten", meinte der Ex-Augsburger, der neben Innenverteidiger Sebastian Langenkamp zu den besten Hertha-Akteuren gehörte.
Hertha bangt um Cigerci
Zu dem Heimpech gesellen sich auch noch Verletzungssorgen: Auf Tolga Cigerci muss Hertha im Spiel am Sonntag in einer Woche in Mainz verzichten. Der Mittelfeldspieler hat sich wahrscheinlich einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen. Wie lange er ausfällt, soll eine weitere Untersuchung klären. Zudem fehlten Adrian Ramos und Ronny am Samstag wegen kleinerer Blessuren beim Auslaufen.


