Cottbus-Fans (dpa, 2011)

Fußball | Vorfälle in Heim- und Auswärtsspielen - Zündelnde Fans kosten Energie 40.000 Euro

Die Randale von Energie-Cottbus-Fans bei mehreren Spielen bleibt nicht ohne Folgen für den Fußball-Zweitligisten. Der Verein muss nun 40.000 Euro zahlen - die höchste Strafe, die das DFB-Sportgericht den Lausitzern in dieser Richtung je aufgebrummt hat.

Energie Cottbus ist für das Fehlverhalten seiner Fans vom DFB-Sportgericht mit einer Geldstrafe von 40.000 Euro belegt worden. Wie der Fußball-Zweitligist am Dienstag auf seiner Homepage mitteilte, ist das die höchste Summe, die der Verein jemals in diesem Segment aufbringen musste. Seit 2011 sei der FCE somit zu insgesamt 120.000 Euro Strafe verurteilt worden.

Bei den Auswärtsspielen in Dresden und Magdeburg hatten Zuschauer im Gästeblock mit Pyrotechnik gezündelt. Im Heimspiel gegen Ingolstadt gab es "verunglimpfende Rufe". Der Verein hat eigenen Angaben zufolge im Zusammenhang mit diesen Vorfällen bislang sieben Personen identifiziert, die Hausverbot erhalten haben. Zudem leite der Energie zivilrechtliche Schritte gegen sie ein.

"Erschreckend, wie sehr sie auch ihrer persönlichen Zukunft schaden"

Unter den identifizierten Personen seien auch "junge Erwachsene", wie FCE-Geschäftsführer Normen Kothe erklärte. "Wie sehr sie damit nicht nur unserem Verein, sondern auch ihrer persönlichen Zukunft schaden, ist erschreckend", so Kothe weiter.

Die Begegnung in Dresden im vergangenen Oktober wäre beinahe abgebrochen worden. Der Unparteiische hatte beide Mannschaften in der zweiten Halbzeit vorübergehend in die Kabine geschickt, nachdem aus dem Cottbuser Fanblock Leuchtraketen auf das Spielfeld geworfen wurden. Nach zehnminütiger Unterbrechung konnte das Spiel fortgesetzt werden.

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