
Fußball | DFB-Sportgericht verurteilt Zweitligisten - Union zahlt 45.000 Euro Strafe
Das Fehlverhalten der eigenen Fans kommt Union Berlin teuer zu stehen: Das DFB-Sportgericht verurteilte den Zweitligisten zu einer Geldstrafe von 45.000 Euro. Im Spiel gegen Fürth war ein gegnerischer Profi mit einem Becher am Kopf getroffen worden, in einem anderen Spiel hatten Union-Fans Leuchtfeuer gezündet. Am Freitag soll gegen Frankfurt der erste Berliner Sieg des Jahres her.
In diesem Jahr gelang den Zweitliga-Profis von Union Berlin noch kein Sieg - zwei Tage vor dem Spiel gegen den FSV Frankfurt müssen die Berliner eine weitere schlechte Nachricht verkraften: Das Sportgericht des DFB verurteilte Union wegen Fehlverhaltens der eigenen Fans in drei Fällen zu einer Geldstrafe von 45.000 Euro. Am Donnerstag stimmt der Verein der Strafe zu.
Die Vergehen stammen alle aus dem vergangenen Jahr: Während des Heimspiels gegen Greuther Fürth (20. September) war ein Profi der Gäste mit einem Becher am Kopf getroffen worden. Außerdem flog ein Feuerzeug in Richtung eines verletzten Fürther Spielers und des Schiedsrichters.
Fünf Tage später musste das DFB-Pokalspiel beim VfL Osnabrück später angepfiffen werden, weil im Berliner Fanblock Leuchtfeuer (Bengalos) gezündet worden waren. Auch während des Spiels und nach dem Abpfiff brannten Union-Fans Pyrotechnik ab. Im Pokalspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am 3. Dezember warfen Berliner Fans erneut Gegenstände auf das Spielfeld.
Union kann mit einem Sieg auf Relegationsrang rücken
Genau von dort wollen die Union-Profis am Freitagabend (18.30 Uhr) endlich wieder positive Schlagzeilen liefern: Nach zwei Unentschieden soll gegen den FSV Frankfurt der erste Sieg des Jahres her. "Wir haben mit einem Sieg die Riesenchance, auf den dritten Platz zu kommen, punktgleich mit Fürth. Ich weiß nicht, wie oft wir solche Chancen bekommen werden", mahnte Unions Trainer Uwe Neuhaus vor dem Spiel.
Die Voraussetzungen sind gut: Neuhaus kann auf alle Profis zurückgreifen. Berlins vier Konkurrenten um Platz drei spielen erst am Samstag, Union könnte am Freitagabend zumindest für einige Stunden auf den Relegationsplatz vorrücken. Das aber wird gegen die konterstarken Frankfurter schwierig. "Sie haben exzellente Akteure für ein temporeiches Spiel nach vorn, wenn der Raum da ist. Das macht die Mannschaft gefährlich", sagte Neuhaus.
Der Tabellen-Zehnte vom Bornheimer Hang kann aber nicht nur gut kontern, sondern auch kämpfen: Am vergangenen Wochenende gewann die Mannschaft von Trainer Benno Möhlmann mit 3:2 in Dresden - obwohl sie 0:1 in Rückstand geriet und 80 Minuten lang in Unterzahl spielen musste.



