34. Vattenfall-Halbmarathon Leonard Komon (Quelle: dpa)
Abendschau | 30.03.2014 | Dirk Jacobs

49 Sekunden zu langsam - Kein neuer Weltrekord bei Berliner Halbmarathon

Der Favorit hat sich durchgesetzt: Der Kenianer Leonard Komon hat den 34. Berliner Halbmarathon gewonnen, den angestrebten Weltrekord jedoch um rund eine Minute verpasst. Er siegte in 59:12. Mehr als 30.000 Läufer aus rund 100 Nationen waren am Start.

Die Hoffnungen der Veranstalter auf einen neuen Weltrekord beim 34. Berliner Halbmarathon haben sich nicht erfüllt. Der Favorit aus Kenia, Leonard Komon, gewann zwar erwartungsgemäß, verpasste aber in der Zeit von 59:12 die bisherige Bestmarke um 49 Sekunden. Bei den Frauen siegte die 22-Jährige Äthiopierin Tadelech Bekele, die nach 1:10:05 Stunden ins Ziel kam.

Sabrina Mockenhaupt aus Siegen, die 2009 den Lauf in Berlin gewann, belegte Rang drei. Bester deutscher Läufer war André Pollmächer (Düsseldorf) auf Rang 13. Insgesamt waren 32.457 Teilnehmer und Teilnehmerinnen am Start.

Streckenverlauf

Streckenverlauf des 34. Berliner Halbmarathons (Quelle: berliner-halbmarathon.de)

Sieger Komon lief seinen ersten Halbmarathon

Der 26-Jähriges Sieger Leonard Komon aus Kenia war erstmals bei einem Halbmarathon gestartet. Sein Ziel war, die Rekordzeit von 58:23 Minuten, aufgestellt von Zersenay Tadese (Eritrea) 2010 in Lissabon, zu brechen. Doch spätestens nach 10 Kilometern war der Rekord außer Reichweite.

Komons Erfolg war bereits der 17.Sieg eines Kenianers in der Geschichte des Berliner Laufes. 5000 Euro erhielt er für den Sieg. "Das war für mich unbekanntes Terrain, jetzt werde ich gezielt an dem arbeiten, was ich diesmal noch falsch gemacht habe", kommentierte der Sieger seinen Lauf.

Sabrina Mockenhaupt erfüllt Erwartungen

Auch bei den Frauen setzte sich mit der 22-jährigen Äthiopierin Tadelech Bekele die Favoritin durch. Die deutsche Sabrina Mockenhaupt belegte Rang 3, konnte sich aber nicht wirklich darüber freuen. "Es war eine eher schlechte Vorstellung von mir. Von der Zeit her wollte ich mehr, aber der dritte Platz entschädigt mich etwas." Sie war beim Halbmarathon 2009 als Siegerin ins Ziel gelaufen.

Der beste deutsche Läufer André Pollmächer dagegen hatte keinen Grund zum Klagen. Als bester Nicht-Afrikaner landete er in persönlicher Bestzeit von 62:47 Minuten auf Rang 13. "Ich bin absolut zufrieden", lautete das Fazit des Quasi-Europameisters des Tages.

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