Berlin Volleys Schmetterball (Quelle: dpa)

Volleyball | Sieg beim Schlusslicht - Volleys sind Tabellenführer

Die Berlin Volleys haben Wort gehalten und ihr Auswärtsspiel beim Tabellenletzten Dresden mit 3:1 gewonnen. Damit sind sie nun Bundesliga-Spitzenreiter und haben in den anstehenden Playoff-Spielen Heimvorteil in möglichen Entscheidungsspielen. Allerdings war der Erfolg in der sächsischen Landeshauptstadt äußerst wacklig.

Die Berlin Volleys haben am letzten Hauptrunden-Spieltag der Volleyball-Bundesliga die Tabellenspitze erobert. Allerdings hatte der Titelverteidiger beim 3:1 (27:29, 27:25, 25:16, 25:10) in der Halle des VC Dresden mehr Mühe als erwartet. Die Berliner unterlagen im ersten Satz in der Verlängerung und konnten auch den zweiten Satz nur knapp mit 27:25 für sich entscheiden. Hätten sie diesen Durchgang abgegeben, wäre nun der VfB Friedrichshafen Punktrunden-Meister.

Für die Gastgeber, die dem Favoriten zwei Sätze lang einen unerwartet harten
Kampf lieferten, war es die 15. Niederlage in Serie.  Der Meister startete mit einer 8:5-Führung in die Partie, doch die Gastgeber zeigten sich unbeeindruckt. Sie setzten die Berliner zunehmend unter Druck, zogen mit einer Aufschlagserie von Robert Schramm ihrerseits mit 10:8 in Front und bauten den Vorsprung phasenweise auf vier Zähler aus. In der engen Schlussphase behielten die VC-Akteure die Nerven und mit einem Aufschlag-Ass von Alan Wasilewski verwandelten sie den sechsten Satzball.

Auch im zweiten Durchgang lieferte das Tabellenschlusslicht, das seit dem 27. Oktober keinen Sieg mehr feierte, einen Kampf auf Augenhöhe. Erst den dritten Satzball konnten die Volleys dann nutzen.

Nach einer Zehn-Minuten-Pause nahm die Partie dann den erwarteten Verlauf. Die Berliner diktierten das Geschehen mit druckvollem Aufschlags- und Angriffsspiel und einer sicheren Block-Feldabwehr. Bei den Gastgebern schlichen sich dagegen immer mehr Fehler ein. Nach insgesamt 98 Minuten verwandelte Robert Kromm dann den ersten Matchball zum Sieg.

Heimvorteil für die mögliche Titelverteidigung

Platz eins bringt den Volleys für die Playoffs einen Heimvorteil in den entscheidenden Spielen und erhöht die Chancen der Berliner zur erfolgreichen Titelverteidigung. "Zu Hause sind wir eine Macht und nur schwer zu schlagen", sagte Manager Kaweh Niroomand. Von den 15 Pflichtspielen vor eigenem Publikum in Bundesliga (9), Pokal (2) und Champions League (4) haben die Berliner nur eines verloren: Mit 0:3 gegen Zenit Kasan in der europäischen Königsklasse.

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