
Eishockey | Playoff-Qualifikation - Noch immer fehlt den Eisbären ein Sieg
Die Eisbären müssen weiter um den Einzug ins Viertelfinale bangen: Am Mittwochabend verloren die Berliner ihr zweites Pre-Playoff-Spiel in Ingolstadt mit 1:4, womit die Bayern zum 1:1 nach Spielen ausglichen. Die Entscheidung ist also noch einmal vertagt. Wer weiterkommt, entscheidet sich am Freitagabend in Berlin - beim dritten Aufeinandertreffen.
Die Berliner Eisbären müssen um den Einzug ins Viertelfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bangen. Beim ERC Ingolstadt verlor der Deutsche Meister am Mittwochabend die zweite Partie der Playoff-Qualifikation mit 1:4 (1:2, 0:1, 0:1) und vergab die erste Chance, den nötigen zweiten Sieg für das Weiterkommen zu erreichen. Die Entscheidung fällt damit erst am Freitag im dritten Spiel in Berlin.
Am Ende des ersten Abschnitts wandelten die Gastgeber dank der Treffer von Ziga Jeglic und John Laliberte einen Rückstand in eine Führung um und legten durch Michel Periard (21. Minute) und Travis Turnbull (60.) nach.
Mit Rankel wieder die Meisterschaft im Visier
Beim ersten Spiel am Montag war André Rankel noch der Matchwinner gewesen. Wenige Sekunden vor Ende des zweiten Drittels hatte der Kapitän einen Fehler von ERC-Torhüter Pielmeier zum einzigen Treffer des Abends genutzt. Drei Tage zuvor hatte Rankel gleich dreimal getroffen - beim 4:1 im letzten Hauptrundenspiel, ebenfalls gegen Ingolstadt.
Der 28-jährige Eisbären-Kapitän war nach langer Verletzungspause erst Ende Januar aufs Eis zurückgekehrt; seitdem haben die Berliner ihren katastrophalen Saisonstart durch zehn Siege in elf Spielen fast vergessen gemacht. Nicht nur heimlich träumt das Team von Trainer Jeff Tomlinson schon wieder von der Meisterschaft - doch seit Mittwochabend ist dies wieder ein Stück unwahrscheinlicher geworden.

"Vielleicht hat es klick gemacht"
Für Manager Peter John Lee wäre alles andere als ein erneuter Titelgewinn eine Enttäuschung. Lee sagte in einem Interview zur aktuellen Verfassung der Eisbären: "Vielleicht hat es klick im Kopf gemacht in den letzten Wochen, dass wir kurz vor den Playoffs waren."
Ein Extralob gab es für den zwischenzeitlich hart in die Kritik geratenen Trainer Tomlinson: "Er macht seine Arbeit sehr gut, er ist sehr ehrgeizig. Es ist zu einfach, den Misserfolg einer Person in die Schuhe zu stecken. Es ist ein Mannschaftssport. Wenn es nicht läuft, gehört mehr als eine Sache dazu."


