
Fußball | Schalke - Hertha: 2:0 - Hertha BSC weiter auf Talfahrt
Auch im elften Anlauf ist Hertha BSC bei Schalke 04 ohne Sieg geblieben. Das 0:2 in Gelsenkirchen bedeutet für die Berliner außerdem die vierte Niederlage in Folge - das kratzt am Selbstbewusstsein. Neben vergebenen Chancen haderte das Team von Jos Luhukay wegen eines aberkannten Treffers mit dem Schiedsrichter.
Hertha BSC steckt weiter im sportlichen Tief: Die Berliner kassierten am Freitagabend durch das 0:2 (0:1) bei Schalke 04 die vierte Niederlage nacheinander und verharren mit 36 Zählern auf dem neunten Platz. Chinedu Obasi (16. Minute) und Klaas-Jan Huntelaar (46.) erzielten vor 61.550 Zuschauern die Tore für die Schalker Auswahl.
Den Berlinern gelang dagegen auch im elften Anlauf kein Sieg gegen den Revier-Club. Damit hat Hertha gegen Angstgegner Schalke in den elf Spielen seit 2006 nicht gewonnen, dabei sogar zehnmal verloren und in den letzten acht Spielen nur ein Tor erzielt. Einzige gute Nachricht: Alexander Baumjohann feierte nach Kreuzbandriss und sieben Monaten Zwangspause sein Comeback für eine gute halbe Stunde.

Die Schalker begannen stark: Ein Freistoß von Aylan landete am Pfosten, kurz darauf sorgte Obasi für die verdiente Führung der Gastgeber. Berlins beste Chance vergab Ramos, der frei durch war, den Ball aber über das Tor lupfte. Als Schalkes Huntelaar 27 Sekunden nach der Pause auf 2:0 erhöhte, waren die Berliner praktisch geschlagen. Doch sie hatten auch Pech, dass Schiedsrichter Günther Perl (Pullach) einen Kopfballtreffer von Langkamp (81.) nicht anerkannte. Ein Berliner Vergehen, war nicht zu erkennen.
"Das erste Tor haben wir weggeschenkt", bemängelte Verteidiger Sebastian Langkamp beim TV-Sender Sky nach der sieglosen Partie der Hertha. Davor habe sein Team gute Aktionen gehabt und hätte in Führung gehen können. "Doch wir tun uns schwer, Tore zu schießen." Auch Marcel Ndjeng sah das zentrale Problem in der Chancenverwertung: "Wir haben viel geackert uns aber nicht belohnt."

Vaterfreuden kurz vor Spielbeginn
Die Berliner waren mit einer komplett neuen Aufstellung in das Spiel gestartet. Hertha-Coach Jos Luhukay hatte sein Team nach dem 1:3 gegen März-Meister Bayern München umgekrempelt und sieben Umstellungen vorgenommen.
Kurz vor Spielbeginn war dann noch verkündet worden, dass das Team von Hertha auf Torwart Thomas Kraft verzichten musste. Der 25-Jährige war am Freitagmorgen Vater seines ersten Sohnes Mateo geworden und bei seiner Frau Denise und dem Kind in Berlin geblieben.
Durch den Ausfall der Nummer 1 kam Rune Jarstein zu seinem ersten Spiel im Berliner Tor. Der Norweger war in der Winterpause in die Hauptstadt gewechselt. Der 29-Jährige begann allerdings nervös und zeigte bereits nach 40 Sekunden eine erste Unsicherheit, als er einen Weitschuss von Julian Draxler etwas unglücklich mit den Fäusten abwehrte.
Insgesamt dominierten die Gastgeber das Spiel - allerdings ohne zu glänzen. Die Berliner Gegenwehr hielt sich in Grenzen. Auch der wie Baumjohann eingewechselte Ronny konnte dem Hertha-Spiel keine Dynamik mehr verleihen.

