
Energie-Trainer zum Thema Klassenerhalt - "Ich habe ein sehr gutes Gefühl"
Zwei Siege gelangen Zweitliga-Schlusslicht Energie Cottbus zuletzt: vor zwei Wochen gegen Kaiserslautern und am Samstag gegen den Karlsruher SC. Doch auf den Relegationsplatz fehlen noch immer fünf Punkte. Cheftrainer Jörg Böhme will die Rechenspiele anderen überlassen, ist aber optimistisch, dass seine Mannschaft den Klassenerhalt schaffen kann. Klar ist: Das Spiel am nächsten Sonntag in Bielefeld wird ein besonderes.
Nach den beiden Heimsiegen gegen die Aufstiegskandidaten Karlsruher SC und Kaiserlautern zeigt sich Energie-Cheftrainer Jörg Böhme optimistisch. "Wir haben gestern kein schönes, aber ein gutes Spiel gemacht", sagte er dem rbb am Sonntag. "Wir haben verdient drei Punkte geholt, jetzt bereiten wir uns in Ruhe auf Bielefeld vor."
Auf die Frage, ob mit Blick auf das Spiel vom Samstag neben der Leistungssteigerung für Cottbus auch das Glück ein Stück weit zurückgekommen ist, betonte Böhme, dass hinter einem solchen Ergebnis harte Arbeit stecke: "Die Jungs arbeiten hart und versuchen, die Dinge umzusetzen." Damit sei Energie in den letzten Wochen gut gefahren.
Dass er und René Rydlewitz als Ex-Arminia-Spieler am Sonntag nach Bielefeld zurückkehren, interessiere, sie an diesem Tag nicht. "Wir freuen uns natürlich beide auf die Bielefelder Alm, auf die Leute, auf die Fans. Wir haben beide da eine sehr schöne Vergangenheit gehabt." Aber jetzt seien sie im Trainerteam von Energie Cottbus. "Wir bereiten unserer Jungs so gut als möglich vor, um da erfolgreich Fußball zu spielen."
Möglichst viele Punkte holen
Dazu, ob er tatsächlich auch über die Saison hinaus als Cheftrainer bei Energie arbeiten wird - angesichts dessen, dass sein Vertrag so lange geht - wollte Böhme nichts sagen. "Das ist nicht wichtig. Entscheidend ist, dass wir als Mannschaft noch möglichst viele Punkte aus den restlichen Spielen holen." Seine Personalie werde intern besprochen.
In jedem Fall fühle er sich aber bei Energie wohl, es mache Spaß dort zu arbeiten. "Ich bin heimisch geworden in der Region hier", sagt Böhme, der im Januar 2014 als Co-Trainer nach Cottbus kam und nach der Entlassung von Cheftrainer Stephan Schmidt im Februar zum Interims-Cheftrainer ernannt wurde. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere trainierte der gebürtige Sachsen-Anhaltiner unter anderem Arminia Bielefeld.
"Ich habe ein sehr gutes Gefühl"
An Punkterechnungen will sich Böhme nicht beteiligen. Das Team besinne sich auf die Dinge, die es im Training erarbeite, um am Wochenende erfolgreich Fußball zu spielen. "Alles andere überlasse ich jedem, der rechnen will und auf die Tabelle kucken will."
Auf die Frage, ob Energie den Klassenerhalt schafft, sagte Böhme: "Ich habe allgemein ein sehr gutes Gefühl." Aber er sei kein Hellseher. Fakt sei jedoch, "dass die Mannschaft mit zieht, jeder einzelne. Auch die Jungs, die jetzt nicht zum Einsatz kommen, stehen zu 100 Prozent hinter der Sache und nur so geht's."




