Rakim Sanders (l.) / Bamberg gegen Jan Hendrik Jagla von Alba Berlin (Quelle: imago)

Klarer Sieg gegen Meister Bamberg - Alba Berlin stürmt ins Pokalfinale

Der Pokal scheint den Berlinern zu liegen: Der Sieger von 2013 steht erneut im Finale des Final Four. Alba räumte den amtierenden Meister aus Bamberg souverän aus dem Weg. Das Finale steigt am Sonntag, der Gegner: ratiopharm Ulm.

Titelverteidiger Alba Berlin greift erneut nach dem Pokalsieg. Beim Top Four der Basketball Bundesliga in Ulm setzte sich das Team von Trainer Sasa Obradovic im Halbfinale nach einer konzentrierten Vorstellung hochverdient mit 83:67 (36:36) gegen den deutschen Meister Brose Baskets Bamberg durch.

Der zweite Finalist wurde am Samstagabend im Duell zwischen Gastgeber ratiopharm Ulm und BBL-Spitzenreiter Bayern München ermittelt. Dabei setzte sich der Gastgeber gegen die favorisierten Bayern überraschend deutlich mit 90:72 (39:24) durch. Damit kommt es am Sonntag ab 15  Uhr zu einer Neuauflage des Vorjahresfinales zwischen Ulm und Alba.

Während Berlin, das den Wettbewerb im Vorjahr vor Heimpublikum gewonnen hatte, am Sonntag um den achten Triumph im Pokal spielt, geht der frühere Seriensieger Bamberg wieder leer aus. Die Oberfranken waren von 2010 bis 2012 dreimal nacheinander erfolgreich gewesen und haben den Titel bislang viermal geholt.

"Wir haben einen großartigen Job gemacht. Vor allem in der Defensive", sagte Obradovic. Seinem Gegenüber Chris Fleming war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. "Sie waren besser, mental und physisch. Sie haben uns frühzeitig aus unseren Systemen gejagt", erklärte der Amerikaner.

Schwache Quote der Bamberger

Vor 6000 Zuschauern in der ausverkauften ratiopharm Arena gehörten die Anfangsminuten Berlin. Doch die Bamberger sorgten nach leichten Problemen für ein offenes Spiel. Vor allem Anton Gavel drehte in der Schlussphase der ersten Hälfte auf und glich mit der Pausensirene für die Brose Baskets aus. Berlin, das unter der Woche als letzter deutscher Vertreter im Eurocup gescheitert war, dominierte im zweiten Durchgang immer mehr das Geschehen, profitierte von den vielen Fehlern des Gegners und setzte sich anfangs des vierten Viertels ab.

Beim 66:55 war die Führung erstmals zweistellig. Das Aus vor Augen versuchten die Bamberger noch einmal alles. Eine schwache Trefferquote verhinderte aber die Aufholjagd. Die Berliner gerieten nicht mehr in Schwierigkeiten und gewannen am Ende souverän.

Beste Werfer bei Alba waren Leon Radosevic und David Logan (jeweils 15 Punkte), als Topscorer der Bamberger kam Gavel auf 18 Zähler.

Das Spiel in Zahlen

Alba Berlin - Brose Baskets Bamberg 83:67 (36:36)

Alba Berlin: Logan 15, Radosevic 15, Stojanovski 13, Redding 10, Kendall 9, Vargas 6, Jagla 6, Hammonds 5, Wohlfarth-Bottermann 2, Schultze 2
Brose Baskets Bamberg: Gavel 18, Smith 12, Fischer 12, Jordan 8, Zirbes 8, Ford 3, Jacobsen 2, Tadda 2, Sanders 2

Zuschauer: 6000 (ausverkauft)

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