ALBA Berlin - ratiopharm Ulm (Quelle: dpa)

Ulm ohne Chance - Alba Berlin ist wieder Pokalsieger

Wie im Vorjahr hat Alba Berlin das Finale des Final Four gegen Ulm gewonnen und sich somit den achten Pokalsieg gesichert. Am Sonntag war Ulm nur zu Beginn der Partie ebenbürtig. Trainer Sasa Obradovic zeigte sich zufrieden, richtet seinen Blick aber bereits wieder auf die Bundesliga.

Nachdem Alba Berlin sich am Wochenende den deutschen Basketball-Pokal gesichert hat, geben sich die Offiziellen entspannt. "Es ist keine Gefahr da, dass jemand Flügel kriegt", sagte der Geschäftsführer von Alba Berlin nach der erfolgreichen Titelverteidigung.

In der Neuauflage des Vorjahresfinales feierte die Mannschaft von Trainer Sasa Obradovic am Sonntag einen 86:80 (45:41)-Sieg gegen Gastgeber ratiopharm Ulm. Berlin hatte in der vergangenen Saison noch vor Heimpublikum ebenfalls gegen Ulm triumphiert.

Damit keiner die Bodenhaftung verliert, richtete Obradovic nach dem Spiel den Blick aber schon wieder auf die Liga: "Wir müssen uns schnell wieder auf den Alltag in der BBL besinnen und fokussiert bleiben." Nach dem Viertelfinalaus im Eurocup hat Alba keine "englische Woche" mehr zu absolvieren und bis Samstag spielfrei.

Ernsthafter Meisterschaftskandidat

"Vor der Saison hat uns das keiner zugetraut", sagte Jagla. Etliche Leistungsträger hatten das Team - vor allem Richtung Bayern München - verlassen, einzig Sven Schultze war übrig geblieben. "Wir haben ein hervorragendes Finale gegen Ulm gezeigt und haben uns diesen Sieg nach den Strapazen der letzten Monate verdient." Obradovic war stolz auf sein Team. "Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg. Ich denke, wir haben den Titel verdient." Geschäftsführer Marco Baldi lobte das Team in den höchsten Tönen. "Das war ein Sieg der Geschlossenheit, den wir sehr gerne mitnehmen." Ulms Trainer Thorsten Leibenath versuchte sein Team sofort wieder aufzubauen. "Die Jungs haben an diesem Wochenende 40 Minuten lang begeistert."

Alba hat damit gezeigt, dass es auch im Rennen um die deutsche Meisterschaft ein ernsthafter Kandidat ist. Die letzte Titelverteidigung glückte 2003 mit der Meisterschaft. Für Ulm ist es dagegen ein erneuter Rückschlag. 2012 wurde das Team Vizemeister, 2013 unterlag man Alba im Pokalfinale, nun also auch wieder.

Pesic nach Pleite bedient

Die Berliner liefen zunächst einem Rückstand hinterher, doch im zweiten Viertel drehte Alba das Spiel und ging mit einer 45:41-Führung in die Pause. Reggie Redding traf mit der Schlusssirene per Dreier.

Im dritten Viertel zogen die "Albatrosse" dann davon und lagen zeitweise mit 16 Punkten vorn. Beide Teams lieferten sich auch jetzt einen offenen Schlagabtausch, Alba entschied das dritte Drittel mit 26:17 für sich. Diesen Vorsprung ließen sich die Berliner nicht mehr nehmen und sicherten sich damit den achten Pokalsieg der Vereinsgeschichte.

Bester Werfer der "Albatrosse", die im Halbfinale den deutschen Meister Brose Baskets Bamberg ausgeschaltet hatten (83:67), war Clifford Hammonds (19 Punkte). Ulm, am Samstag Überraschungssieger gegen Bundesliga-Spitzenreiter Bayern München (90:72), hatte in Nationalspieler Per Günther (25) seinen Topscorer.

Platz drei hatten sich zuvor die Brose Baskets Bamberg gesichert. Der deutsche Meister bezwang Bundesliga-Tabellenführer Bayern München mit 79:73 (35:34). Bayern-Coach Svetislav Pesic war nach der zweiten Niederlage des Wochenendes so verstimmt, dass er erst mit einstündiger Verspätung Rede und Antwort stand. "Wir werden natürlich analysieren, was der Grund dafür war", sagte der frühere Alba-Trainer. Die Bayern bleiben also auch im dritten Jahr nach dem Aufstieg ohne Titel.

Das Spiel in Zahlen

Alba Berlin - ratiopharm Ulm 86:80 (45:41)

Alba Berlin: Hammonds 19, Radosevic 15, Redding 13, Jagla
10, Kendall 10, Stojanovski 9, Logan 5, Schultze 5
ratiopharm Ulm: Günther 25, Howard 12, Long 10, Theis 10, Sosa 9,
Clyburn 7, Plaisted 4, Nankivil 3

Zuschauer: 6000 (ausverkauft)