Enttäuschter Luhukay nach dem Pokal-Aus (Bild: dpa)

Fußball | Hertha-Trainer Luhukay vor Spiel in Mainz - "Das ist eine Top-Offensive"

Am vergangenen Wochenende musste Hertha-Trainer Jos Luhukay sich nach der Nullnummer gegen Freiburg die Pfiffe der Fans anhören. Die haben ihm offenkundig gar nicht gepasst. Vor dem Spiel gegen Mainz pocht er nun auf das "Recht, einmal nicht so gut zu spielen" - und warnt vor einem "unberechenbaren" und "gefährlichen Gegner".

Trainer Jos Luhukay hat sich vor der Auswärtspartie seiner Mannschaft Hertha BSC am Sonntag beim FSV Mainz 05 verärgert von den hohen Erwartungen gezeigt. "Ich glaube, dass wir als Hertha auch mal das Recht haben, ein Spiel nicht so gut zu spielen", echauffierte sich der Niederländer mit Blick auf die Pfiffe der Fans nach dem 0:0 im Bundesligaspiel gegen den SC Freiburg. Der Club sei in seiner Entwicklung noch nicht so weit wie etwa der kommende Gegner, der sich in der Winterpause einen teuren Neuzugang wie Ja-Cheol Koo leisten konnte.

Vor dem Gastspiel in Mainz bangt Hertha BSC um den Einsatz von Per Skjelbred (Knöchelblessur) und John Anthony Brooks (Pferdekuss), die angeschlagen von ihren Länderspieleinsätzen zurückkehrten. Er müsse die kommenden Trainingseinheiten abwarten, sagte Luhukay. Definitiv fehlen werden die Mittelfeldspieler Tolga Cigerci (Muskelfaserriss) und Änis Ben-Hatira (Zehenverletzung) sowie Kapitän Fabian Lustenberger. "Wir haben nicht den Kader, dass wir wichtige Eckpfeiler jedes Mal ersetzen können", klagte Luhukay.

Hertha muss gegen "Top-Offensive" antreten

Gegen die Rheinhessen erwartet die Berliner eine schwierige Aufgabe. Die Mannschaft von Thomas Tuchel hat sich den Respekt der Konkurrenz erspielt und sich zu einem Europa-League-Aspiranten entwickelt. Luhukay zeigte sich vor allem von der Angriffstärke der Gastgeber beeindruckt. "Das ist eine Top-Offensive", warnte er. Im Angriff seien die Mainzer unter anderen mit Shinji Okazaki und Nicolai Müller "unberechenbar" und "gefährlich". "Mainz hat eine viel höhere Qualität im Kader. Die Mannschaft hat sich ständig weiterentwickelt", sagte Luhukay. "Wir werden versuchen, Schritt für Schritt den Abstand zu Mainz 05 zu verringern", sagte Hertha-Manager Michael Preetz.

Trotz der Auswärtsstärke sieht Luhukay sein Team am Sonntag als Außenseiter. "Wenn wir es schaffen, in Mainz zu punkten, dann ist das für Hertha ein großer Erfolg", erklärte er. Fünf der vergangenen sechs Auswärtspartien entschied Hertha für sich - eine beeindruckende Bilanz. "Wir sind zu Hause viel besser, aber wir holen zu wenige Punkte", betonte der Hertha-Trainer. "Auswärts sind wir schwächer, aber holen die Punkte."

Adrian Ramos - kolumbianischer Stürmer in Diensten von Fußball-Bundesligist Hertha BSC (Bild: dpa)
Hertha-Star Ramos: Luhukay traut ihm einen Platz im Kader der brasilianischen Nationalelf zu.

Auf fremden Plätzen kann die Mannschaft erst einmal abwartend agieren, dann die eigene Chance suchen - das liegt dem Bundesliga-Achten mit dem pfeilschnellen Stürmer Adrian Ramos. Nachdem der Toptorjäger nach seinem Länderspieleinsatz für Kolumbien am Donnerstag wie abgesprochen individuell trainierte, sollte er sich am Freitag mit dem Team auf die nächste Aufgabe vorbereiten.

Eine Reise zur Weltmeisterschaft in Brasilien traut Luhukay dem 28-jährigen Ramos auf jeden Fall zu. "Wenn er seine Aufgabe wie bis jetzt erfüllt, hat Adrian alle Möglichkeiten in den Kader der Nationalmannschaft zu kommen", erklärte er.

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Am Ende gab es Pfiffe vom Publikum: Hertha BSC und der SC Freiburg haben sich im Freitagsspiel der Bundesliga mit 0:0 getrennt. "Wir haben nie unseren Rhythmus gefunden", klagte Trainer Jos Luhukay nach dem Spiel. Neben dem Heimpech plagen den Hauptstadtclub auch Verltzungssorgen.