
Fußball | Serie: Energie vor dem Abstieg - Die gute Seele des FC Energie
In den kommenden Wochen geht es um alles für Fußball-Zweitligist Energie Cottbus. Die Aufholjagd läuft, aber es wird ganz schwer. In Berlin und Brandenburg gibt es viele Fans, die mitfiebern. Auf ihre Art tun sie alles dafür, dass die Mannschaft gewinnt. Wie auch Kerstin Balzke aus Cottbus.
Sie ist an Cottbuser Heimspieltagen die gute Seele des FC Energie: "Mein Name ist Kerstin Balzke. Die Presse betreue ich seit zehn Jahren." Sie serviert - immer gut gelaunt - Kaffee und Kuchen, im Presseraum, aber auch im VIP-Raum, in dem der FC Energie seine Gäste empfängt.
Geschirr werfen hilft
Vor einem ganz besonders wichtigen Spiel hat Kerstin Balzke dort einmal eine Tasse versehentlich runtergeworfen. Das Spiel wurde gewonnen. Ihre Kollegen forderten daraufhin immer vor Spielen: "Wirf‘ wieder 'ne Tasse runter, das bringt Glück! Dann haben wir das auch getan, dann funktionierte das auch! Also der Aberglaube, dass das klappt, der ist schon groß."
Der zwischenzeitliche Höhenflug des FC Energie bis in die erste Liga - ohne Kerstin Balzke offenbar kaum möglich. Aus dem Verein ist sie aber nicht nur deswegen längst nicht mehr wegzudenken, sagt Energies Marketingleiter Ralf Lemke: "Unsere Kerstin ist so eine Art Urgestein. Immer ein gutes Wort. Und wir hoffen, dass das mit der Kerstin noch lange geht, auch beim Abstieg in die dritte Liga." Denn mit der Glücksbringerin kommt dann auch wieder der Weg nach oben, glaubt Lemke.
Neue Tassen organisieren
Abstieg in die dritte Liga - für Kerstin Balzke ist das kein Thema, denn sie hat den Ernst der Lage erkannt. Sie will, dass Cottbus in der zweiten Liga bleibt und drückt dafür nicht nur die Daumen im Kampf gegen den Abstieg. Sie tut noch mehr. Am vergangenen Sonnabend hat sie während des Heimspiels gegen Karlsruhe mal wieder die Tasse in die Hand genommen und...
Kurz darauf gab es ein Elfmeter für Energie: Sanogo trifft im Nachschuss, Cottbus gewinnt 1:0. Und Kerstin Balzke weiß, was jetzt wieder zu tun ist: "Dann werde ich mal ein paar Tassen organisieren…"





