
Eishockey | Konsequenzen nach dem frühen Saisonende - Eisbären sortieren aus
Das enttäuschende Saisonende ist erst wenige Tage her, schon ziehen die Berliner Eisbären Konsequenzen: Drei Spieler müssen den Verein verlassen - sechs weitere Profis bangen noch um ihre Zukunft. Ihren besten Angreifer aber wollen die Eisbären halten. Sie dürften gute Argumente haben: Wie am Donnerstag bekannt wurde, hatte der Verein in der vergangenen Saison den zweithöchsten Zuschauerschnitt in Europa.
Wenige Tage nach dem frühen Saisonaus gegen Ingolstadt haben die Eisbären Berlin erste Personalentscheidungen getroffen: Die Stürmer Kristopher Sparre und Daniel Weiß sowie Verteidiger Thomas Supis müssen den Rekordmeister verlassen. Die Spieler erhalten keine neuen Vertragsangebote, gab Manager Peter John Lee am Donnerstag bekannt.
Sparre, Weiß und Supis dürften nicht die einzigen Abgänge bleiben, sechs weitere Profis blicken in eine unsichere Zukunft: Torhüter Sebastian Elwing, Verteidiger Shawn Lalonde und die Stürmer Mads Christensen, Mark Bell, Matthew Foy und Vincent Schlenker müssen um ihren Platz im Berliner Kader bangen. "Alles ist offen", erklärte Lee.
Angreifer Barry Tallackson aber wollen die Eisbären unbedingt halten. Der Amerikaner war mit 18 Treffern bester Torschütze der Berliner. "Es gab gute Gespräche, offiziell ist aber noch nichts", kommentierte Lee die Verhandlungen. Die Eisbären waren am vergangenen Freitag in den Vor-Playoffs gegen den ERC Ingolstadt gescheitert.

Im Schnitt knapp 13.000 Zuschauer
Trotz ihrer enttäuschend verlaufenen Saison lockten die Eisbären die zweitmeisten Fans aller europäischen Vereine an. Im Schnitt besuchten 12.738 Fans die Heimspiele in der Arena am Ostbahnhof, gab der Weltverband IIHF am Donnerstag auf einer Rangliste bekannt. Die Halle war zu knapp 90 Prozent ausgelastet.
Im Vergleich zum Vorjahr verbesserten sich die Berliner in der Zuschauergunst vom dritten auf den zweiten Platz. Nur der SC Bern war beliebter, durchschnittlich 16.347 Fans sahen die Spiele der Schweizer. Die Kölner Haie und die Adler Mannheim landeten als populärste deutsche Teams nach den Eisbären auf den Plätzen vier und fünf.


