Peter Liebers, auf dem Eis in Sotchi [Imago]

Eiskunstlauf | Trotz Sturz' im Kurzprogramm - Peter Liebers könnte die Top Ten knacken

Bei den olympischen Winterspielen in Sotschi hat er es schon einmal geschafft. Auch bei den laufenden Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Japan sieht es danach aus, als ob der Berliner Peter Liebers am Ende unter den besten zehn rangiert - trotz eines Sturzes im Kurzprogramm.

Der Berliner Eiskunstläufer Peter Liebers hat am Mittwoch bei den Weltmeisterschaften in Saitama in Japan ein relativ wackeliges Kurzprogramm absolviert. Doch trotz eines Sturzes bekam er eine recht hohe Punktewertung, so dass er derzeit auf Rang elf liegt und damit noch alle Chancen hat, am Ende unter die besten zehn Läufer zu kommen. Vor 18.000 Zuschauern setzte sich in der ausverkauften Sportarena der Japaner Tatsuki Machidaan an die Spitze der Konkurrenz. Auf den Plätzen folgten der Spanier Javier Fernandez und der Olympiasieger Yuzuru Hanyu, ebenfalls aus Japan. Zuvor hatten die Chemnitzer Paarläufer Aljona Savchenko und Robin Szolkowy die Basis für den Gewinn ihres fünften Titels gelegt.

Nervenstrak wie nie präsentierte sich Peter Liebers in Sotschi

Anerkennung von allen Seiten

Bei den zurückliegenden Olympischen Winterspielen in Sotschi hatte der 25 Jahre alte Liebers den achten Platz erreichen können und damit nicht nur den Familienrekord von Vater Mario geknackt. Er ist damit auch in der Weltspitze angekommen.

Seine Leistung in Russland ist von allen Seiten gefeiert worden. Liebers selbst sagte, er wollte eine tolle Leistung abrufen und mit sich selbst zufrieden sein. Mission erfüllt. Er versäumte nicht, seinem Umfeld zu danken: "Wir haben ein tolles Team mit Trainern, Psychologen, Physios und Ärzten zusammengestellt. Die tragen alle dazu bei, dass ich als Läufer funktioniere".

Vierfacher Toe-Loop ist seine Achillesferse

In der Vergangenheit hatte Peter Liebers in den Wettkämpfen oft Nerven gezeigt. Insofern waren die DEU-Verantwortlichen besonders erleichtert, dass er ausgerechnet bei seinem Olympia-Debüt psychisch so stabil aufs Eis ging. Dass Liebers in der Kür ausgerechnet beim vierfachen Toe-Loop zu Fall kam, kreidete ihm seine Trainerin nicht an. "Das ist der einzige Sprung von Peter, der noch nicht so ganz sicher ist. Da kann das immer mal wieder passieren."

So ganz nebenbei knackte der Hobby-Modelleisenbahner auch noch den Familienrekord von Vater Mario. Der mittlerweile 54-Jährige hatte bei den Weltmeisterschaften 1978 den neunten Platz belegt. Zweimal für Olympia sportlich qualifiziert, musste er dennoch zu Hause bleiben - der chronisch devisenknappen DDR fehlten das nötige Geld.

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