Fußball | Nach Cottbuser Sieg gegen Bielefeld - Böhme darf bleiben

Vier Spiele, drei Siege, nur noch zwei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz: Energie Cottbus ziert zwar noch immer das Tabellenende der Zweiten Liga, aber Aushilfstrainer Jörg Böhme hat dem Team wieder sichtlich Selbstbewusstsein gegeben. Nun soll er Energie bis zum Saisonende betreuen - mindestens.

Er kam, sah und siegte: Dank Trainer Jörg Böhme hat Energie Cottbus wieder Hoffnung auf den Klassenerhalt geschöpft. Seit Böhme seinen glücklosen Vorgänger Stephan Schmidt abgelöst hat, gewann Energie drei von vier Spielen. Ursprünglich war Jörg Böhme nur als Übergangslösung eingeplant, nun bestätigte die Vereinsführung dem rbb, dass der Ex-Nationalspieler mindestens bis zum Saisonende Trainer bleibt.

"Er hat Ruhe gebracht und den Spielern wieder Vertrauen gegeben. Alles läuft gut", lobte der Cottbuser Stürmer Boubacar Sanogo seinen Coach. "Er redet jeden Spieler einzeln stark, redet mit vielen. Am Wichtigsten ist sein Zusprechen von Mut", sagte Mittelfeldspieler Marco Stiepermann dem rbb. Am vergangenen Sonntag schlugen die Cottbuser Arminia Bielefeld mit 3:1, Sanogo schoss zwei Tore, Stiepermann bereitete zwei vor.

"Fußballerisch geht es sicherlich besser. Aber als Tabellenletzter zählen nur Punkte", kommentierte Böhme den Sieg - und fasste damit zugleich seinen Job im Kampf gegen den Abstieg zusammen. Auf das Mindestziel Relegationsplatz hat Energie nur noch zwei Punkte Rückstand, am Mittwoch (17.30 Uhr) kommt 1860 München nach Cottbus. Mit einem Sieg kann Energie an Bielefeld und Dresden vorbeiziehen. "Wir sind wieder dran", sagte Boubacar Sanogo.

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