Berlins Fabian Wiede gegen Gedeon Guardiola (Quelle: dpa)

Handball | Gute Leistung, keine Punkte - Füchse trotz Niederlage gegen Löwen selbstbewusst

Schadenfreude ist auch eine Freude: Füchse-Manager Hanning sieht einen Ausrutscher der Konkurrenz vom MT Melsungen positiv für seine Mannschaft. Weil die Nordhessen gegen HSG Wetzlar am Samstag haushoch verloren haben, bleibt der Abstand der Berliner zum MT Melsungen konstant. Dabei hatten die Füchse selbst eine Niederlage einstecken müssen.

Manager Bob Hanning von den Füchsen Berlin hat sich über den Ausrutscher der Konkurrenz gefreut. Weil die MT Melsungen zu Hause gegen die HSG Wetzlar mit 24:32 unterging, blieb der Abstand zu den Nordhessen trotz der eigenen 27:31-Niederlage gegen die Rhein-Neckar Löwen bei vier Punkten zu Platz sechs. "Wir müssen Platz fünf halten", sagte der Manager des Handball-Bundesligisten am Sonntag. Am Ende der Saison berechtigt der fünfte Rang zur Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb.

Aus der Niederlage gegen die Baden-Württemberger am Samstag ziehen die Füchse Zuversicht für die anstehenden Aufgaben. "Wir nehmen Selbstvertrauen daraus mit", sagte Hanning. Gegen so ein "Weltklasse-Mannschaft" sei das Ergebnis in Ordnung.

Füchse-Manager Bob Hanning (Bild: dpa)
Manager Hanning will Platz fünf halten.

Niederlage gegen Löwen

Die Füchse Berlin hatten am Samstag in der Handball-Bundesliga trotz überzeugender Vorstellung einen Punktgewinn bei Meisterschaftsanwärter Rhein-Neckar Löwen verpasst. Die Berliner unterlagen am Samstag 27:31 (17:16) beim Tabellenzweiten aus Mannheim.

Jesper Nielsen als bester Werfer mit acht Treffern sowie Torwart Silvio Heinevetter mit zwölf Paraden konnten die Niederlage am Ende nicht verhindern. Überragender Spieler bei den Gastgebern war Andy Schmid mit 13 Treffern.

Die seit Wochen stark verletzungsgeschwächten Berliner zeigten beim Tabellenzweiten lange eine starke Vorstellung und führten schnell 6:3 und 10:7. Dank des starken Heinevetter und des Treffers von Fabian Wiede in letzter Sekunde ging das Team von Dagur Sigurdsson sogar mit einem Ein-Tore-Vorsprung in die Pause.

Erst in der 36. Minute traf Schmid zur ersten Führung für die Löwen. Den Füchsen, die sich sechs Tage nach dem 20:31-Heimdebakel gegen Flensburg-Handewitt gut erholt zeigten, gelang es, die Partie bis zehn Minuten vor Schluss ausgeglichen zu gestalten. Am Ende fehlte den Berlinern das letzte Quäntchen Kraft und das nötige Glück vor dem stark haltenden Löwen-Torwart Niklas Landin.

Mehr zum Thema

Handball | Bundesliga-Debakel - Füchse verlieren haushoch gegen Flensburg

Nur drei Tage hatten die Füchse Zeit, um sich vom Pokalfight am Mittwochabend zu erholen. Vielleicht war das für die ersatzgeschwächten Berliner zu kurz: Gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn, die SG Flensburg-Handewitt, kassierten die Füchse am Sonntag die höchste Heimniederlage in ihrer Bundesliga-Geschichte.