Herthas Marcel Ndjeng nach dem Spiel gegen Schalke (Quelle: dpa)

Hertha nach der Schalke-Pleite - Keine Macht der Krise

Gladbach, Bayern, Schalke: Drei Pleiten setzte es für Hertha BSC in der englischen Woche. Seit sechs Spielen sind die Berliner ohne Sieg, die Rückrunde verläuft doch eher enttäuschend für den Aufsteiger. Doch Trainer Luhukay nimmt seine Spieler in Schutz.

Hertha-Trainer Jos Luhukay will auch nach vier Niederlagen nacheinander nichts von einer kritischen Situation wissen.

"Klar müssen wir Ergebnisse erzielen. Kommen die nicht, sprechen die Medien gleich von einer Krise. So fühlen wir uns aber nicht", sagte der Berliner Coach am Samstag nach dem Auslaufen seines Teams auf dem Trainingsgelände am Olympiastadion. Am Freitagabend hatte Hertha BSC in der Fußball-Bundesliga mit 0:2 bei Schalke 04 verloren.

"Nicht alle 34 Spiele konstant gut spielen"

Den Niederländer stört die seiner Meinung nach unrealistische Erwartungshaltung im Umfeld nach der sehr guten Hinrunde des Aufsteigers mit 28 Punkten und Rang sechs. "Für uns ist das eine normale Situation. Wir hatten erwartet, dass es mal nicht so gut läuft", erklärte Luhukay. "Wir wissen, woher wir kommen."

Natürlich sei die englische Woche mit Niederlagen in Mönchengladbach, gegen Bayern München und auf Schalke enttäuschend verlaufen. "Wir hatten uns die eine oder andere Überraschung zugetraut, konnten es aber nicht umsetzen", meinte der 50-Jährige. Grund zur Sorge gebe es nicht. "Man kann als Aufsteiger nicht 34 Spiele konstant gut spielen. Das schaffen selbst die Top-Clubs der Liga nicht", betonte Luhukay.

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