
Fußball | Bundesliga - Hertha von Gladbach überrollt
Hertha BSC hat das Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach am Samstagabend mit 0:3 verloren. Die Tore fielen innerhalb von 12 Minuten in der 1. Halbzeit - Herthas Top-Torjäger Ramos traf diesmal ins eigene Netz. Trainer Jos Luhukays Erkenntnis nach dem Spiel: "Wir stoßen an unsere Grenzen."
Hertha BSC ist bei Borussia Mönchengladbach am Samstag unter die Räder gekommen. Das Team des ehemaligen Hertha-Trainers Lucian Favre setzte sich dank einer starken Viertelstunde in der ersten Hälfte mit 3:0 (3:0) gegen die Berliner durch.
Nach 28 Minuten traf Arango mit einem satten Linksschuss aus 15 Metern. Vier Minuten später köpfte Ramos ein Eigentor, als er einen Freistoß von Arango vor dem Tor zu klären versuchte. Rafael, der Bruder von Hertha-Star Ronny, sorgte noch vor der Pause (40.) für das 3:0.
Ben-Hatira vergibt "Hundertprozentige"
Hertha-Trainer Jos Luhukay änderte seine Startformation an alter Wirkungsstätte gleich auf vier Positionen. Änis Ben-Hatira und Sami Allagui begannen im Mittelfeld, der Ex-Gladbacher Johannes van den Bergh und John Anthony Brooks in der Abwehrreihe.
Nach 28 Minuten hatten die Berliner vor 53.050 Zuschauern die Riesenchance zur 1:0-Führung, doch Ben-Hatira schoss den Ball freistehend aus kurzer Distanz neben das Borussen-Tor. Kurz darauf kam Arango nach Vorarbeit von Patrick Herrmann zu einem seiner gefürchteten Distanzschüsse - Hertha-Keeper Kraft war zum ersten Mal überwunden.
Kruse oder Ramos?
Danach ging es Schlag auf Schlag: Arango zirkelte einen Freistoß vor das Tor, aus einem Pulk heraus wurde der Ball ins Tor geköpft. Nationalstürmer Kruse wurde als Torschütze angegeben, doch Ramos signalisierte, dass er entscheidend am Ball war.
Im ersten Bruderduell der Brasilianer Raffael und Ronny hatte der Gladbacher das bessere Ende für sich, als er nach einem Doppelpass den Ball über Kraft hinweg zum 3:0 ins Tor lupfte.
Langkamp gegen Bayern gesperrt
Damit war die Partie praktisch schon zur Pause für Hertha gelaufen. Stranzl hätte in der 52. Minute noch auf 4:0 erhöhen können, traf aber nur den Pfosten. Die Gastgeber brachten den Vorsprung souverän über die Zeit. Herthas Langkamp sah in der Schlussphase noch die fünfte Gelbe Karte und wird seiner Mannschaft im nächsten Spiel gegen die Bayern fehlen.
Trainer Jus Luhukay kommentierte das Spiel mit den Worten: "Ich sehe es nüchtern und realistisch: Wir sind ein Aufsteiger, der in der Hinserie häufig am Limit und über seinem Maximum gespielt hat. Wenn wir dann, so wie in den letzten Wochen, Leistungsträger nicht auf dem Platz haben, dann ist das für uns schwierig, Topleistungen abzurufen. Dann stoßen wir an unsere Grenzen. Das ist innerlich frustrierend, beunruhigt uns aber nicht. Wir müssen cool damit umgehen."



