Adrian Ramos hat Schmerzen und Trainer Jos Luhuka sorgt sich um seinen Einsatz

Fußball | Die Hertha nach der Niederlage - Luhukay denkt positiv vor dem Schalke-Spiel

Die Hertha-Spieler wurden vorgeführt – so lautete das Fazit nach dem München-Match am Dienstag. Kurz: eine wenig positive Bilanz. Doch Trainer Luhukay will motivieren und macht aus der Niederlage eine "Lehrstunde", also ein Lernerlebnis, das der Hertha hilft, gegen Schalke nicht genauso schlimm unterzugehen. Wenn  da nicht die Sorge um Ramos wäre.

Hertha-Trainer Jos Luhukay will nicht von Frust sprechen. Zwar sei die Chancenlosigkeit bei der klaren 1:3 (0:2)-Niederlage gegen Bayer  nicht sonderlich erfreulich gewesen, doch habe die Begegnung den Hertha-Spielern auch viel Positives gebracht. So könne die Mannschaft daraus sehr gut lernen, erklärte der Chefcoach von Hertha BSC am Mittwoch nach der einseitigen Partie am Vorabend.

Luhukay hatte im Olympiastadion mit John Anthony Brooks, Nico Schulz und dem Startelf-Debütanten Hany Mukhtar drei Eigengewächse aufgeboten, die gegen die übermächtigen Münchener überfordert wirkten: "Eine gute Lehrstunde", so formulierte es Luhukay. "Die jungen Spieler müssen diese Erfahrung mitnehmen, um in der Bundesliga Fuß zu fassen."

Ob die Herthaner dieses Ziel in die Tat umsetzen können, wird sich am Freitag (20.30 Uhr) auf Schalke zeigen.

Ben-Hatira und Allagui wohl nicht mehr auf der Tribüne

Möglicherweise muss Luhukay dabei auf Top-Torjäger Ramos verzichten. "Adrian hat leichte Probleme im Oberschenkel", sagte Luhukay. "Wir müssen abwarten." Ein Ausfall ihres besten Angreifers  in Gelsenkirchen würde die Berliner schwer treffen. "Adrian kann für uns den Unterschied machen", betonte Luhukay. Mit 16 Treffern und sieben Torvorlagen liegt Ramos gemeinsam mit Bayerns Mario Mandzukic auf Rang zwei der Bundesliga-Scorerliste.

Auch in Herthas Defensive wird es personelle Veränderungen geben. Christoph Janker hat mit Unterschenkelproblemen zu kämpfen, sein Einsatz ist fraglich. Sebastian Langkamp dürfte hingegen nach abgelaufener Gelb-Sperre in die Startelf zurückkehren. Auch die Offensivkräfte Änis Ben-Hatira und Sami Allagui, die gegen den FC Bayern überraschend auf der Tribüne saßen, stehen vor einem Comeback. "Es kann gut sein, dass sie wieder in den Kader oder sogar in die erste Elf rutschen", sagte Luhukay.

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