Der Hamburger Florian Kringe (m.) im Zweikampf mit den Berlinern Baris Özbek (li.) und Michael Petersen (Bild: dpa)

Fußball | Auswärtsspiel bei St. Pauli - Union verliert Verfolgerduell

Noch nie hat der FC Union beim FC St. Pauli gewinnen können. Auch am Montagabend nicht. Dabei führten die Eisernen seit der 58. Minute durch Simon Terodde bereits mit 1:0. Am Ende aber verließ das Team von Trainer Uwe Neuhaus den Rasen mit leeren Händen - und rutschte in der Tabelle auf den sechsten Platz ab.

Der FC Union Berlin hat im Kampf um den Bundesliga-Aufstieg wieder an Boden verloren. Die Eisernen verloren das Verfolger-Duell in der zweiten Fußball-Bundesliga beim FC St. Pauli am Montagabend unglücklich mit 1:2 (0:0). Den Siegtreffer für die Hamburger erzielte Fin Bartels erst zwei Minuten vor Schluss. Vor 29.633 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion hatte Simon Terodde die Berliner in der 58. Minute zunächst in Führung gebracht. Nur drei Minuten später gelang Sebastian Schachten (61.) der Ausgleich.

Fans des 1. FC Union Berin bei einem Spiel im August 2013 (Quelle: dpa)
Union-Fans müssen weiter auf ersten Sieg in Hamburg warten.

Mattuschka scheitert an der Latte

In der ersten Halbzeit waren Torchancen Mangelware, die beiden Teams neutralisierten sich gegenseitig. Gefahr drohte Union nur in der 29. Minute, als Fabian Schönheim kurz vor der Linie einen Schuss von John Verhoek stoppte. Zehn Minuten später verzog Berlins Mannschaftskapitän Torsten Mattuschka aus zwölf Metern Entfernung nur knapp.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Begegnung an Fahrt auf, dabei erspielte sich Union zunächst ein Übergewicht und hatte die besseren Chancen. Glück hatten die Gäste, als Marcel Halstenberg in der 71. Minute per Freistoß nur den Pfosten traf. Kurz vor Spielende scheiterte Mattuschka mit einem Gewaltschuss an der Latte (85.). Wenig später drehte Bartels die Begegnung.

Torhüter Philipp Tschauner sowie Torschütze Schachten waren die besten Akteure aufseiten der Hanseaten. Neben Mattuschka verdiente sich im Team von Coach Uwe Neuhaus Abwehrchef Mario Eggimann eine gute Note.

Union-Trainer Uwe Neuhaus (Quelle: dpa)
Uwe Neuhaus, Trainer des FC Union

Statistik sprach für Union

Eigentlich wollten die Unioner nach dem 23. Spieltag im Aufstiegsrennen weiter mitmischen. Doch dafür hätten die Berliner aber etwas benötigt, was ihnen noch nie gelungen ist: Einen Auswärtssieg beim FC St. Pauli.

Sechsmal waren die "Eisernen" zu Gast am Millerntor, dreimal nahmen sie einen Punkt mit, dreimal setzte es Niederlagen. Nun aber war Union als Aufstiegsaspirant nach Hamburg gereist. "Wir wollen nach Hamburg fahren und dort gewinnen", hatte Trainer Uwe Neuhaus vor dem Spiel gesagt. "St. Pauli ist im Moment nicht so heimstark, aber es ist gefährlich, wenn ich so etwas sage. Wir wollen jedoch versuchen, das zu nutzen."

Die Köpenicker bauten dabei auch auf ihre Auswärtsstärke: Während St. Pauli in dieser Spielzeit im Millerntor-Stadion schon fünf Heim-Niederlagen hinnehmen musste, reisten die Eisernen mit der Empfehlung von vier Siegen und vier Unentschieden an.

Am Ende aber hatte St. Pauli das bessere Ende für sich und liegt als Tabellen-Vierter jetzt nur noch einen Punkt hinter dem Relegationsplatz, den derzeit der SC Paderborn einnimmt. Die Berliner dagegen sind mit zwei Punkten Rückstand auf St. Pauli nur noch Tabellen-Sechster.

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