Stefan Ustorf (Quelle: dpa)

Eishockey | Nach dem Saison-Aus - Ustorf soll Eisbären wieder flott machen

Das Berliner Eishockey-Idol Stefan Ustorf soll zu den Eisbären zurückkehren. Der 40-Jährige bestätigte, dass beide Seiten Interesse an einer Zusammenarbeit haben. Nach der enttäuschenden Saison könnte er künftig als rechte Hand von Manager Peter John Lee für die richtigen Weichenstellungen sorgen.

Das Ausscheiden der Berliner Eisbären in den Pre-Playoffs der DEL verfolgte Stefan Ustorf vom Sofa aus - als Hausmann in Ohio. Doch für den 40-Jährigen bahnt sich eine Rückkehr aus den USA an. "Ja, wir haben uns darüber unterhalten und es besteht von beiden Seiten Interesse. Ich würde dann wieder nach Berlin zurückkehren", sagte der ehemalige Eisbären-Kapitän.

Seit Tagen wird spekuliert, dass Manager Peter John Lee ihn als Sportdirektor verpflichten will. Nach der für viele Fans enttäuschenden Saison könnte der bei Fans und Spielern beliebte Ustorf als Integrationsfigur künftig den Kurs mitbestimmen.

Analyse nach enttäuschender Saison

Zu den aktuellen Problemen bei den Eisbären sagte Ustorf der "Bild"-Zeitung: "Man muss jetzt analysieren, warum die Saison so enttäuschend verlaufen ist, wie man es besser machen kann. Doch diese Fragen müssen jedes Jahr dreizehn Teams beantworten, alle, die nicht Meister geworden sind."

Ustorf betonte, die Mannschaft sei in den letzten Jahren sehr erfolgreich gewesen: "Da haben sie auch das Recht, sich aus so einer Krise herausarbeiten zu dürfen."

Immer noch gesundheitliche Probleme

Der gebürtige Kaufbeurer wurde mit den Eisbären sechsmal Deutscher Meister. Für die Eishockey-Nationalmannschaft absolvierte er 121 Einsätze.

Vor einem Jahr, am 7. März 2013, musste Ustorf sein Karriereende bekanntgeben. Bereits 14 Monate zuvor hatte er sich bei einem Check im Spiel gegen Hannover ein Schädel-Hirn-Trauma zugezogen. Mit den gesundheitlichen Folgen hat er noch immer zu kämpfen: "Insgesamt geht es mir gut. Die Probleme mit dem Arm werden langsam besser. Meine Augentherapie wird nie aufhören, ich muss eine Brille tragen. Dazu mache ich Reha für meine Schulter."

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