
Fußball | Cottbus gegen Dresden - High Noon im Stadion der Freundschaft
"Endspiel" für Energie Cottbus und Dynamo Dresden - für beide Vereine geht es am Freitag um den Verbleib in der 2. Bundesliga. FCE-Trainer Jörg Böhme war bis zuletzt bemüht, die Köpfe seiner Spieler nach der schwachen Vorstellung bei Union Berlin wieder freizubekommen. Das Ost-Derby gegen Dynamo bereitet derweil auch der Polizei Kopfzerbrechen.
Schicksals-Derby, Platz 18 gegen Platz 16, "Endspiel": Wenn Energie Cottbus am Freitag (18:30 Uhr) im Stadion der Freundschaft auf Dynamo Dresden trifft, geht es um alles - beide Mannschaften schweben in höchster Abstiegsgefahr, es wieder einmal steht die Zukunft des Profifußballs im Osten der Republik auf dem Spiel.
Sollten beide Mannschaften den Klassenerhalt nicht schaffen, würden mit Union Berlin und Erzgebirge Aue nur noch zwei Ost-Vereine in der 2. Bundesliga verbleiben. In der 1. Bundesliga ist bereits seit dem Abstieg von Cottbus 2009 kein Ost-Klub mehr präsent.
Eine entsprechend hitzige Atmosphäre erwarten die Verantwortlichen. "Wir hoffen alle auf ein tolles und friedliches Fußballspiel", sagt FCE-Trainer Jörg Böhme.
"Ruhe bewahren!"
Nach der enttäuschenden Leistung der Lausitzer beim 0:2 gegen Union Berlin ist Böhme vor allem als Psychologe gefragt. "Für meine Spieler ist der Kopf das Entscheidende. Wir müssen Ruhe bewahren und bei eigenem Ballbesitz entschlossener agieren", sagt der Chefcoach.
Bis auf den nach Gelb-Rot gesperrten Kapitän Uwe Möhrle und den verletzten Ersatztorwart Robert Almer hat Böhme den kompletten Kader zur Verfügung. Auch Michael Schulze hat nach wochenlanger Verletzungspause wieder mit der Team trainiert.
Umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen
Vor dem Derby am Freitag haben sich der FC Energie und die Polizei mit einem Fairness-Appell an die Fans gewandt. "Die Fans beider Mannschaften werden gebeten, sich couragiert gegen alle Versuche der Verwendung von Pyrotechnik, von Provokationen sowie rassistischen und fremdenfeindlichen Aktionen zu stellen", hieß es in einer Presseerklärung.
Im Stadion der Freundschaft wird es vor, während und nach der Partie keinen Ausschank von Alkohol geben. Die Polizei setzt zudem auf eine strikte Trennung der Fangruppen. Die Restkarten werden bis Donnerstag verkauft, am Freitag bleiben die Kassen aus Sicherheitsgründen geschlossen.


