Zieleinläufe beim 42. Berlin-Marathon (Quelle: rbb)

Senatsverwaltung spricht von "Erlaubnisprüfung" - Freedom-Marathon nicht erlaubt - vorerst

Für die Wohltätigkeit sollte an Pfingsten bei einem zweiten Marathon in Berlin gelaufen werden. Das Ganze sollte ohne Spitzensportler vonstattengehen und trotzdem Gewinn abwerfen. Skeptisch waren viele. Sie haben jetzt zunächst Recht bekommen: Die Verkehrslenkung verweigerte die Genehmigung. Die abschließende Prüfung steht aber aus.

Der für das Pfingst-Wochenende geplante "Freedom Marathon" in Berlin wird voraussichtlich nicht genehmigt. Die zuständige Verkehrslenkung habe dem Veranstalter per Brief mitgeteilt, dass sie nicht von einer Erlaubnis für die sportliche Großveranstaltung ausgehe, sagte eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Verkehr dem rbb am Montag. Die abschließende Erlaubnisprüfung stehe aber noch aus, betonte sie zugleich.

Andere Veranstaltungen gefährdet

Angesichts zahlreicher anderer Veranstaltungen in Berlin am Pfingstwochenende, etwa dem Karneval der Kulturen, würde der Verkehr in der Stadt durch den Freedom-Marathon zu sehr beeinträchtigt, begründete die Sprecherin die Bedenken.

Zuvor hatte die "B.Z." berichtet, dass die Verkehrslenkung die Veranstaltung nicht billigen wolle. Verkehrsstaatsekretär Christian Gaebler (SPD) begründe dies mit der fehlenden Verhältnismäßigkeit.

Veranstalter prüft rechtliche Schritte

Der belgische Veranstalter Golazo Sports GmbH zeigt sich enttäuscht. Sprecher Claus Frömming sagte dem rbb am Montag: "Wie werden uns das gemeinsam mit unseren Juristen ganz genau anschauen". Man wolle schauen, ob man den Argumenten folgen könne oder, ob "wir einer komplett anderen Ansicht sind". Gegebenenfalls wird Golazo Sports laut Frömming in den Wiederspruch gehen.

Behörden sehen Anwohner massiv behindert

Die Strecke sollte vom Olympiastadion über die Reichsstraße, den Kaiserdamm, die Bismarckstraße,die  Straße des 17. Juni durch das Brandenburger Tor und über die Straße Unter den Linden zum Gendarmenmarkt verlaufen. Von dort sollte es über die Leipziger Straße, Tiergartenstraße, Kurfürstendamm, Kantstraße und Neue Kantstraße zum Theodor-Heuss-Platz zurück zum Olympiastadion gehen.

Bereits zuvor hatten Verkehrsbehörden und Polizei erhebliche Bedenken angemeldet. Anwohner und Gewerbetreibenden hätten den Bereich bis zu fünf Stunden nicht verlassen können.

Golazo Sports wollte ursprünglich mit dem "Freedom Marathon" am Pfingstsonntag (15. Mai) eine zweite Laufsport-Großveranstaltung in der Hauptstadt neben dem Berlin-Marathon etablieren. Die Teilnahmegebühren der Sportler (ab 60 Euro) sollten der UNO-Flüchtlingshilfe zugute kommen.

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