Der Berliner Barry Tallackson (22) hilft seinem Torhueter Petri Vehanen gegen DEG-Angreifer Christopher Minard. (Quelle: imago/nph)

DEL | Auswärtssieg bei der DEG - Eisbären gelingt Revanche in Düsseldorf

Am Freitag noch setzte es gegen die Düsseldorfer EG vor eigenem Publikum mit 2:7 eine deutliche Heim-Niederlage - doch zwei Tage später konnten sich die Eisbären erfolgreich revanchieren. Nach einer starken Aufholjagd im Schlussdrittel gewann der DEL-Rekordmeister am Ende verdient mit 4:3 nach Verlängerung.

Den Eisbären Berlin ist im Spitzenduell mit der Düsseldorfer EG eine Revanche für die zuletzt erlittene Niederlage geglückt. Nach der 2:7-Pleite am Freitag vor eigenem Publikum setzten sich die Berliner am Sonntag auswärts mit 4:3 (1:0,0:2,2:1,1:0) nach Verlängerung durch. Damit zogen die Berliner in der Tabelle der Deutschen Eishockey Liga (DEL) wieder an den Rheinländern vorbei.

Barry Tallackson mit ingesamt vier Treffern

Matchwinner war Barry Tallackson, der nur 14 Sekunden nach Beginn der Verlängerung in Überzahl für die Entscheidung sorgte. Es war sein vierter Treffer in den beiden Spielen gegen die DEG. Nach dem ersten Drittel hatten die Berliner ebenfalls nach einem Tor von Tallackson in Führung gelegen (13.), dann trafen aber Ken Andre Olimb (22.), Norman Milley (40.) und Eduard Lewandowski (42.) jeweils in Überzahl und brachten die Gastgeber mit 3:1 in Führung. Travis Mulock verkürzte auf 2:3 (46.).

In der hektischen Schlussphase wurde Eisbären-Trainer Uwe Krupp wegen unsportlichen Verhaltens vom Schiedsrichter auf die Tribüne verwiesen. Danach gelang Darin Olver im Powerplay der späte Ausgleich (58.), ehe Tallackson in der Overtime den Siegtreffer erzielte. Die ohnehin gravierenden Personalprobleme der Eisbären könnten sich indessen weiter verschärft haben: Angreifer Mark Olver musste das Spiel im ersten Drittel mit einer Handverletzung beenden.

"Wir müssen ein anderes Gesicht zeigen"

Am Freitag hatten sich die Eisbären ohne fünf Stammspieler deutlich schwächer präsentiert. Vor allem der Ausfall von Verteidiger Bruno Gervais machte sich bemerkbar. "Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht und verdient verloren", hatte Angreifer Marcel Noebels gesagt. "Alle haben Fehler gemacht, egal ob sie 38 oder 17 Jahre alt sind. Wir waren als Mannschaft nicht gut genug", sagte Noebels.

Auch André Rankel zeigte sich selbstkritisch. "Wir müssen nicht darüber sprechen, dass jemand gefehlt hat. Es war niemand im Kopf dort, wo er hätte sein sollen", sagte der Kapitän und hatte auf eine schnelle Antwort gehofft: "Es ist gut, dass wir am Sonntag wieder gegen Düsseldorf spielen. Wir müssen die Niederlage abhaken und ein anderes Gesicht zeigen." Das ist den Eisbären zumindest teilweise gelungen.

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