FC Bayern Muenchen vs Alba Berlin (Quelle: imago/Buthmann)

Basketball | Alba Berlin verliert 65:96 - Alba geht in München unter

Alba Berlin hat in der Basketball-Bundesliga beim FC Bayern München mit 65:96 verloren. Nach einem Blitzstart der Bayern fanden die Albatrosse erst im dritten Viertel allmählich ins Spiel. Die Münchener aber blieben konstant stark, sicherten sich den Heimsieg und konnten so zugleich Revanche nehmen.

Die Basketballer von Alba Berlin haben das Bundesliga-Spitzenspiel bei Bayern München deutlich verloren. Am Sonntag unterlagen die Albatrosse dem Vizemeister mit 65:96. Damit nahmen die Bayern erfolgreich Revanche für die Niederlage im Pokal-Finale an gleicher Steller eine Woche zuvor. Bester Werfer bei den Berlinern war vor 6.700 Zuschauern Kresimir Loncar mit 15 Punkten, bei den Gastgebern Bryce Taylor mit 19 Punkten.

Bereits am Dienstag treffen beide Teams im Eurocup im Achtelfinal-Rückspiel erneut aufeinander. Das Hinspiel am vergangenen Mittwoch in Berlin war 82:82 ausgegangen.

Baldi: "Wir dürfen uns nichts mehr erlauben"

Nachdem die Bayern die Partie drei Viertel lang dominiert hatten und alles nach einem langweiligen Schlussabschnitt aussah, kam in den letzten zehn Minuten doch noch einmal große Hektik auf. Nach einem unsportlichen Foul von Akeem Vargas an Nationalmannschaftskollege Paul Zipser kochten die Emotionen auf beiden Seiten hoch.

In der Folgezeit kassierte auch noch Zipser ein unsportliches Foul, der Münchner Alex Renfroe und Albas Dragan Milosavljevic wurden sogar disqualifiziert. "Ich wollte ihn nicht verletzen. Es war ein normales Foul, das hat der Hauptschiedsrichter zunächst ja auch so entschieden", sagte Vargas nach der Begegnung bei "telekombasketball.de". "Das sind zwei Teams mit großer Rivalität. Dass es da auch mal knallt, ist normal."

Bayerns-Geschäftsführer Marko Pesic sah das etwas anders. "Ich schätze Akeem sehr und unterstelle ihm keinen Vorsatz. Aber die Gefahr, dass Paul sich in der Szene verletzt, ist da." Die Berliner fielen durch die völlig verdiente Niederlage in der Tabelle weiter zurück. Dabei hatte Alba-Geschäftsführer Marco Baldi vor der Begegnung noch einmal die Bedeutung des Spiels deutlich gemacht. "Es ist so eng in der Liga. Wir dürfen uns nichts mehr erlauben", sagte Baldi angesichts von sieben Saisonniederlagen.

Alba immer einen Schritt zu spät

Doch die Berliner schienen sich der Wichtigkeit der Partie nicht wirklich bewusst zu sein. Von Beginn an kamen die Gäste immer einen Schritt zu spät, ließen jegliche Aggressivität vermissen. Die Bayern waren eine Woche nach der bitteren Final-Niederlage im Pokal dagegen von Beginn an hoch motiviert. Schon zur Pause führten sie mit 55:33. Und das, obwohl Nihad Djedovic wegen einer Verletzung an der Wade komplett fehlte und Maxi Kleber wegen Knieschmerzen nur auf der Bank saß.

Wegen der Personalsorgen wollen die Bayern bis zum Ende der Wechselfrist um Mitternacht auch noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden. "Wir arbeiten daran. Wenn wir Glück haben, können wir morgen einen Spieler präsentieren", sagte Marko Pesic. Im Gespräch ist der ehemalige Quakenbrücker Chad Toppert. Gegen ein schwaches Alba-Team reichte dieses Mal aber auch das vorhandene Personal.

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