Podium v.l.n.r. (2.) Roger Kluge und Marcel Kalz (GER) - (1.) Moreno De Pauw und Kenny De Ketele (BEL) - (3.) Yoeri Havik (NED) und Nick Stoepler (NED) (Quelle: imago/Mario Stiehl)

Kluge/Kalz auf Platz zwei - Belgische Favoriten gewinnen Sechstagerennen

Zwei Belgier sind die Sieger des 105. Sechstagerennens in Berlin: Kenny de Ketele und Moreno de Pauw. Die Berliner Roger Kluge und Marcel Kalz schafften es mit einer Runde Rückstand auf den zweiten Platz. Bei den Stehern siegte ein Rennfahrer aus Brandenburg. Im nächsten Jahr wollen die Organisatoren einiges anders machen.  

Die belgische Favoriten Kenny de Ketele und Moreno de Pauw haben das 105. Sechstagerennen in Berlin gewonnen. Das Team setzte sich am Dienstagabend gegen die Berliner Lokalmatadoren Roger Kluge und Marcel Kalz mit einer Runde Vorsprung durch, wie die Veranstalter mitteilten. Mit zwei Runden Rückstand erreichte das niederländische Duo Yoeri Havik und Nick Stöpler den dritten Platz. "Wir mussten ganz schön darum kämpfen, unsere Führung zu verteidigen", sagte de Ketele nach Angaben der Veranstalter nach der Siegerehrung.

Am fünften Renntag hatten die Belgier die Führung bei dem Berliner Traditionsrennen übernommen. Kluge und Kalz versuchten nach einem Rundengewinn einen zweiten Angriff auf die Führenden, mussten sich ihnen jedoch geschlagen geben.

Fast 70.000 Zuschauer

De Ketele hatte bereits im Jahr 2014 die Berliner Sixdays gewonnen. Mit de Pauw holte er sich im Oktober vergangenen Jahres den Sieg in London. Insgesamt verfolgten an sechs Tagen rund 69.000 Zuschauer das Geschehen im Berliner Velodrom.

Roger Kluge und Marcel Kalz hatten bereits am Sonntag nach nur einer Nacht in Führung ihre Gesamtführung wieder hergeben müssen. Die Niederländer Yoeri Havik und Nick Stöpler holten sich am Familienrenntag im Velodrom Platz eins zurück, auf dem sie bereits an den ersten beiden Tagen lagen.

Berliner Förstemann gewinnt bei Sprintern

Bei den Sprintern gab es bis zum Schluss ein enges Duell, am Ende siegte der Geraer Robert Förstemann. Der Cottbuser Erik Balzer musste sich um zwei Punkte geschlagen geben.

Den Steher-Wettbewerb konnte Stefan Schäfer aus Cottbus für sich entscheiden.

Pläne für 2017: Mehr Stars und ins Fernsehen

Mit dem Ende der diesjährigen Berliner Sixdays haben die Organisatoren schon die Auflage im Jahr 2017 im Blick. Die Madison Sports Group als Veranstalter sucht einen TV-Partner für
die Traditionsveranstaltung. "Da gibt es Interessenten. Ich bin zuversichtlich, dass wir 2017 live im Fernsehen zu sehen sind", sagte Mark Darbon, Geschäftsführer der Sixdays der "Bild"-Zeitung (Mittwoch). Der neue Sixdays-Chef möchte zudem mehr Stars im Berliner Fahrerfeld. "Wir wollen einige der Besten haben: Den Weltmeister, den Tour-de-France-Sieger.» Gerüchte, MSG könnte das Berliner Sechstagerennen schon wieder abgeben, dementierte Darbon: "Wir wollen die Berliner Sixdays noch größer und besser machen."

Das 105. Sechstagerennen lief unter neuen Vorzeichen ab: Im Herbst 2015 hatte Rennleiter Reiner Schnorfeil, der alleiniger Gesellschafter war, seine Anteile an die Madison Sports Group London verkauft. Die Verträge mit dem Velodrom seien bis 2022 verlängert worden.

Mit Informationen von Denis Wiese

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