Eisbären Bremerhaven vs. Alba Berlin

Basketball | Auswärts in Bremerhaven - Alba feiert höchsten Saisonsieg

Eine Niederlage gegen Bremerhaven wollte sich Alba nicht noch einmal erlauben - zu groß war die Enttäuschung, als Ende November Hinspiel und Tabellenführung verloren gingen. Die Sorgen waren vollends unbegründet: Die Berliner machten am Sonntag den höchsten Sieg der Saison klar und bleiben an der Verfolgergruppe der Bundesliga dran.

Jordan Taylor hat die Basketballer von Alba Berlin bei seinem Comeback zum höchsten Saison-Sieg geführt. Bei den Eisbären Bremerhaven gewannen die Berliner mit 97:53 (47:29). Taylor lenkte das Spiel der Berliner umsichtig und verteilte zehn Vorlagen. Wegen einer Verletzung am Daumen hatte er seit Anfang Januar kein Spiel mehr bestritten.

Center Elmedin Kikanovic verwertete die Anspiele meist problemlos und war mit 20 Punkten erfolgreichster Werfer des achtfachen deutschen Meisters. Dragan Milosavljevic und Kresimir Loncar erzielten je 14 Zähler. Durch den Erfolg zog Alba nach Punkten (30:12) mit dem Verfolger-Trio Frankfurt, Oldenburg und Ludwigsburg gleich.

An der Tabellenspitze zieht Meister Brose Baskets Bamberg (38:4) einsam seine Kreise, die Franken hatten sich bereits am Samstag bei den Crailsheim Merlins 93:53 (55:26) durchgesetzt. Zweiter ist Bayern München (32:10), der Mitfavorit auf den Titel gewann gegen die Braunschweiger Löwen 91:70 (45:29).

Überragende Rebound-Arbeit

Auch ohne Spielmacher Will Cherry, der im Training umgeknickt war und deshalb pausierte, begannen die Gäste konzentriert. Früh führten die Berliner dank überragender Rebound-Arbeit mit 13:3. Die Gastgeber kamen vor 8.700 Zuschauern in der Bremer Arena in der Folge etwas besser ins Spiel. Trotzdem setzte sich die Mannschaft von Trainer Sasa Obradovic bis zu Halbzeit noch deutlicher ab.

Nach der Pause kontrollierte Alba das Spiel nach Belieben und lag nach 30 Minuten mit 69:47 vorn. Auch im Schlussviertel hatten die Berliner keine große Mühe.

Obradovic: "Eisbären können jeden schlagen"

Die Berliner hatten mit den Eisbären Bremerhaven noch eine Rechnung offen. "Die Heimniederlage im Hinspiel gegen Bremerhaven hat uns sehr weh getan", erinnert sich Trainer Sasa Obradovic vor der Partie. Die Albatrosse hatten Ende November beim 69:80 überraschend ihre erste Bundesliga-Heimniederlage der bis dahin sehr erfolgreichen Saison hinnehmen müssen.

Laut Obradovic kann Bremerhaven "in der Bundesliga gegen jeden verlieren - sie können aber auch jeden schlagen."  

Am Dienstagabend hatten die Albatrosse das Achtelfinale im Basketball-Eurocup erreicht. Die Berliner gewannen das letzte Gruppenspiel der Top-32-Runde gegen den direkten Konkurrenten Neptunas Klaipeda aus Litauen mit 76:62 (41:21). Mit dem dritten Sieg im sechsten Spiel buchte Alba als Zweiter der Gruppe J das Ticket für die K.o.-Runde. Dabei ging es für den Bundesligisten um Alles oder Nichts. Mit einer Niederlage wäre die Eurocup-Saison für den Hauptstadt-Club beendet gewesen.

 

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