Formel-E-Rennen am 06.02.2016 in Buenos Aires. (Quelle: imago/ZUMA Press)

Formel-E-Rennen in Berlin - Mit 230 Sachen über die Karl-Marx-Allee

Sie sehen aus wie Formel-1-Rennwagen, sind aber sehr viel leiser, weil batteriebetrieben. Die Rennautos der Formel E rasen am 21. Mai durch Berlin - und zwar direkt durch die Mitte. Nach der Premiere am ehemaligen Flughafen Tempelhof soll das Rennen in diesem Jahr auf der Karl-Marx-Allee stattfinden. Jetzt muss nur noch die zuständige Behörde zustimmen.

Das diesjährige Formel-E-Rennen - das Rennspektakel für Elektrofahrzeuge - in Berlin soll auf der Karl-Marx-Allee stattfinden. Das teilte der Veranstalter der Rennserie FIA Formula E Championship am Montag mit. Demnach soll die Strecke des Berlin ePrix vom Alexanderplatz bis zum Strausberger Platz und auch noch ein Stück weit die Lichtenberger Straße entlang führen. Allerdings stehe noch die Genehmigung der Berliner Behörden aus.

Die Deutschland-Premiere der Formel-E-Serie in Berlin fand im vergangenen Jahr auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof statt. 21.000 Zuschauer hatten das Rennen auf dem Vorfeld angesehen. Doch die Hangars werden mittlerweile als Notunterkunft für Tausende Flüchtlinge genutzt, daher musste rasch eine alternative Rennstrecke gefunden werden.

Karte: Die Strecke des Berlin ePrix am 15.02.2016 (Quelle: Fia Formula E)

Rennspektakel als Werbung für Elektromobilität

Der Berliner Senat ist sehr daran interessiert, das Rennen in der Stadt zu halten, wie die Sprecherin von Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD), Petra Rohland, rbb online sagte. Das wundert auch nicht, schließlich ist die Hauptstadtregion "das größte Praxislabor für Elektromobilität in Deutschland", wie es auf der Internetseite der Senatsverwaltung heißt. Doch von dem einstigen Ziel, bis zum Jahr 2020 rund 100.000 Elektroautos auf die Straße zu bringen, ist Berlin noch weit entfernt. Da könnte eine Werbeveranstaltung wie das Formel-E-Rennen nicht schaden. Zeigen die Boliden doch, dass so ein Elektroflitzer knapp 230 km/h schnell sein kann.

In diesem Sinne äußerte sich auch FIA-Präsident Jean Todt. Die FIA Formel-E-Rennserie sei geschaffen worden, um für eine nachhaltige Mobilität zu werben, sagte der frühere Rennfahrer laut der FIA-Mitteilung.

Verkehrslenkung muss noch die Genehmigung erteilen

Der Chef der Formel E, Alejandro Agag, freut sich jedenfalls schon, dass mit der Karl-Marx-Allee ein neuer Austragunsort in Berlin für das Rennen gefunden sei. "Das Layout sieht interessant aus und scheint mit den langen Geraden und Spitzkehren auch ein spannendes Rennen zu versprechen", lobte Hans-Jürgen Abt, Chef des Abt-Teams, das bereits im vergangenen Jahr in der Hauptstadt gestartet war.

Wie schnell nun die Verkehrslenkung Berlin als zuständige Behörde die Genehmigung erteilt, hängt auch davon ab, wie gut der Antrag des Veranstalters ist, erklärte Rohland. Der muss unter anderem ein überzeugendes Sicherheitskonzept vorlegen. Das sollte aber kein Problem darstellen, schließlich ist der Veranstalter großstadterprobt, hat Rennen unter anderem in London, Miami, Buenos Aires, Peking und Moskau ausgetragen. In der 2014 gestarteten Serie ist Berlin der einzige Standort in Deutschland.
 

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