Torwart Daniel Lück vom FC Energie Cottbus. (Quelle: dpa)

Fußball | 3. Liga | Energie Cottbus vs. Stuttgarter Kickers - Energie Cottbus klärt vor dem Kellerduell die T-Frage

Hinter Daniel Lück liegt eine Woche mit einer emotionalen Achterbahnfahrt. Vergangenen Freitag durfte er nicht mit nach Osnabrück reisen, weil er im Training nicht überzeugt hat. Im Keller-Duell gegen die Stuttgarter Kickers an diesem Samstag ist Lück nun aber sogar die Nummer eins im Cottbuser Tor. Von Andreas Friebel

So schnell kann es manchmal gehen. Praktisch schon aussortiert, bekommt Daniel Lück in dieser Woche die Chance, sich als Nummer ein im Tor zu empfehlen. "Wenn er sich nicht noch verletzt, steht er Samstag definitiv im Tor", so Energie-Trainer Vasile Miriuta am Donnerstag auf der wöchentlichen Pressekonferenz der Lausitzer. "Er hat von den verbleibenden drei Torhütern die meiste Erfahrung."

"Diese Chance muss er nutzen"

Lück selber wollte sich vor dem Spiel nicht zu seinem unverhofften Comeback äußern. Interviewanfragen wurden freundlich abgelehnt. Möglicherweise gibt er die Antwort auf dem Platz. Dort war der 24-Jährige seit seinem Wechsel nach Cottbus nicht unumstritten. Sieben Mal trug er bislang das Energie-Trikot. Zuletzt Anfang September beim 0:4 gegen Aalen.

Danach verletzte er sich und René Renno zog an ihm vorbei. Unter Miriuta hat Lück noch kein Pflichtspiel bestritten. Auch deshalb galt er als ein möglicher Wechselkandidat für die Winterpause. "Daniel bekommt jetzt die Chance zu zeigen, dass er ein guter Torwart ist. Diese Chance muss er nutzen", sagt Vasile Miriuta.

Renno drückt vom Krankenbett aus die Daumen

Sein Vorgänger im Cottbuser Tor, René Renno, wurde unterdessen am Mittwoch an der Schulter operiert. er hatte im Auswärtsspiel in Osnabrück (0:0) eine Schultergelenks-Sprengung erlitten. Renno geht es nach Vereinsangaben gut. Nach dem Wochenende soll er das Krankenhaus verlassen können.

Vom Krankenbett aus wird Renno seinem Team die Daumen drücken. Denn das Spiel gegen die Stuttgarter Kickers ist enorm wichtig. Mit einem Heimsieg gegen das Schlusslicht könnten sich die Lausitzer von der Abstiegszone absetzen. "Wir hätten dann 30 Punkte und etwas Luft im Abstiegskampf", erklärt der Cottbuser Coach.

Fanparty abgesagt

So einfach die Entscheidung auf der Torwartposition war, so schwer tut sich der Trainer bei der Besetzung des Sturms. Richard Sukuta-Pasu ist zwar gesetzt, an seiner Seite ist aber nur noch Platz für Patrick Breitkreuz oder Neuzugang Sergi Arimani. "Wer spielt, wissen nur der liebe Gott und ich", gab sich Miriuta am Donnerstag geheimnisvoll.

Kein Geheimnis mehr ist die Entscheidung des Fußball-Drittligisten, seine für Samstag geplante Fanparty zum 50.Vereinsgeburtstag abzusagen. Sie sollte am Abend in der Turnhalle neben dem Stadion der Freundschaft stattfinden. Nach der Auswertung der Ereignisse rund um den Geburtstag, als unter anderem im Stadion Pyrotechnik eingesetzt wurde, zog der Klub - auch nach Rücksprache mit seinen Fans - die Reißleine.

Beitrag von Andreas Friebel

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