Die Hertha-Spieler Fabian Lustenberger, Johannes von den Berg, Vladimir Darida und Vedad Ibisevic jubeln nach einem Tor. (Quelle: imago/Sven Simon)

Fußball | Hertha in Stuttgart - Hertha-Kapitän Lustenberger wieder an Bord

Nach dem Ausfall von Stürmer Salomon Kalou nun eine gute Nachricht für Hertha BSC: Kapitän Fabian Lustenberger ist einsatzbereit für das Gastspiel am Samstag beim VfB Stuttgart. Und auch Per Skjelbred kann wieder auflaufen. Die größte Aufmerksamkeit zieht vor der Begegnung allerdings ein Ex-Stuttgarter auf sich.

Hertha BSC kann im Bundesligaspiel beim VfB Stuttgart auf den zuletzt angeschlagenen Kapitän Fabian Lustenberger setzen. Er könne ebenso spielen wie Per Skjelbred nach überstandener Bronchitis, sagte Trainer Pal Dardai nach dem Abschlusstraining am Freitag in Stuttgart. Nur der am Oberschenkel verletzte Stürmer Salomon Kalou fehlt. "Man muss mit zehn Tagen Pause rechnen", erklärte Dardai.

Nach dem umjubelten Einzug ins Pokal-Halbfinale sieht der Berliner Chefcoach keine Probleme mit der Konzentration am Samstag (15.30 Uhr) in Stuttgart. "Wir haben noch nichts gewonnen, wir sind noch im Wettbewerb. Das ist schön. Aber es ist nichts Besonderes", betonte Dardai trotz der Pokal-Euphorie um sein Team: "Alle sind sehr konzentriert. Es sieht gut aus."

Hertha bindet Ibisevic bis 2017 an sich

Besonders viel Aufmerksamkeit zieht vor der Begegnung bei den Schwaben Vedad Ibisevic auf sich. Der Angreifer war im Sommer zu Hertha gekommen, nachdem er sich im Unfrieden vom VfB getrennt hatte. Dass Ibisevic bei seiner Rückkehr nach Stuttgart übermotiviert in die Partie gehen könnte, glaubt Dardai nicht. "Er hat schon daraus gelernt", sagte der Ungar mit Hinweis auf die Rote Karte für den Stürmer im Spiel auf Schalke.

Herthas hat vor der Begegnung aus Ibisevic einen "echten" Berliner gemacht: Der Verein zog eine Option, die "Leihgabe" ist nun ein Hertha-Profi bis 2017. Die Vertragsausdehnung sieht Dardai als Bestätigung für das Vertrauen in den 31-Jährigen. "Ich bin froh, dass er es bestätigt hat. Er macht seine Tore. Er ist nicht einfach, aber ein guter Typ. Es ist wichtig, dass er die Erfahrung weitergeben kann auch an die jüngeren Spieler."

Nach zwei liegengelassenen Auswärtspunkten zuletzt in Bremen will Hertha dieses Mal in der Fremde etwas mitnehmen. "Es wäre schön, wenn wir nach einer Woche mit Punkten nach Hause kommen. Aber es ist ein gefährlicher Gegner", betonte Dardai. Die Gastgeber rangieren in der Tabelle zwar auf dem 12. Rang deutlich hinter der Hertha (Rang drei), doch das ist hauptsächlich einer verkorksten Hinrund zuzuschreiben. Zuletzt hatten sich die Stuttgarter stabilisert, in der Liga sind sie seit sechs Spielen sind ungeschlagen.

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