Zwei Ringer auf der Matte (Quelle: Archivbild dpa)
Video: zibb | 03.02.2016 | Andrea Schneider

Ringen | Nach Bundesligarückzug - Leistungsträger verlassen Luckenwalde

Nachdem der 1. Luckenwalder SC angekündigt hat, sich aus der ersten Ringer-Bundesliga zurückzuziehen, haben mehrere Leistungsträger bereits neue Vereine gefunden. Die Vereinsspitze in Luckenwalde bemüht sich nun um einen Neuanfang. Der Landesverband spricht von einem schweren Schlag für das Ringen in Brandenburg.

Nach dem offiziell verkündeten Rückzug des 1. Luckenwalder SC aus der Ringer-Bundesliga haben drei Spitzenathleten des Clubs bereits neue Vereine gefunden. So schließt sich Olympia-Kandidat Nick Matuhin dem KSV Ispringen an, der Deutsche Meister Damian Hartmann geht nach Ahlen, und Talent Christian John sieht seine sportliche Zukunft beim TuS Adelhausen.

Vereinsführung bemüht sich um neue Perspektiven

"Ohne dieses Terzett, das schon vor dem entschiedenen Rückzug seine Abwanderung signalisiert hatte, sowie ohne zwei, drei weitere Athleten, die aus privaten und Gewichtsgründen nicht mehr in der 1. Liga starten wollten, war es schwer, eine vernünftige Mannschaft zu präsentieren", sagte Manager Bernd Fassbender am Mittwoch.

Vereinspräsident Christian Buddeweg kündigte an, noch bis zur Außerordentlichen Mitgliederversammlung Ende März daran zu arbeiten, dass sich der Verein neu für die Zukunft aufstellt. Bei den Mitte des Jahres vorgesehenen Wahlen stehe er jedoch nicht mehr zur Verfügung, teilte Buddenweg mit. Der bisherige Saison-Etat von rund 200.000 Euro lasse keinen großen Spielraum mehr zu: "Da sind uns die finanzstarken Vereine vor allem in Süddeutschland klar überlegen."

Ringer-Bundesliga nur noch in drei Bundesländern vertreten

Danny Eichelbaum, Präsident des Ringer-Landesverbandes, bezeichnete den Bundesliga-Rückzug "als schweren Schlag für das Ringen in Brandenburg". Er verwies aber zugleich darauf, dass weder das Bundesleistungszentrum für die Nachwuchs-Ringer noch die Sportschule in Luckenwalde davon betroffen seien.

Eichelbaum machte das finanzielle Wettrüsten der Clubs verantwortlich für die Luckenwalder Entscheidung. Von zwölf Teams, die in der vergangenen Saison noch in zwei Staffeln kämpften, sind inzwischen nur noch acht übrig geblieben. Diese treten in einer eingleisigen Bundesliga an, in der nur noch drei Bundesländer vertreten sind: Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland.

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