Union Berlins Profi Damir Kreilach jubelt über seinen Treffer zum 1:0 im Zweitligaspiel gegen den FSV Frankfurt am 05.03.16 in der Alten Försterei in Berlin (Quelle: imago / Matthias Koch).

Fußball | 4:0 gegen Frankfurt - Union feiert ersten Erfolg unter Hofschneider

Nach dem krankheitsbedingten Rücktritt des Union-Trainers Sascha Lewandowski hat der Köpenicker Zweitligist den ersten Sieg unter dem Interimscoach André Hofschneider gefeiert. An der Alten Försterei besiegten die "Eisernen" ihren Tabellennachbarn FSV Frankfurt deutlich mit 4:0 - weil ihr wichtigster Mann gleich doppelt zuschlug.

Der 1. FC Union Berlin hat den ersten Sieg unter der Regie von Interimstrainer André Hofschneider gefeiert. Am Samstagnachmittag besiegte der Fußball-Zweitligist seinen Tabellennachbarn FSV Frankfurt in einem streckenweise hochklassig geführten Spiel überraschend deutlich mit 4:0.

Schon vor der Pause Kreilach und zweimal Wood

Damir Kreilach brachte Union vor gut 18.000 Zuschauern in der 24. Minute in Führung, fünf Minuten später erhöhte Bobby Wood per Foul-Elfmeter. Zehn Minuten vor der Pause war es erneut Wood, der das 3:0 erzielte; das 4:0 erledigte Christopher Trimmel in der Nachspielzeit.

Für den 1. FC Union war es der vierte Heimsieg in Folge. Der FSV kassierte hingegen die siebte Niederlage im siebten Gastspiel. Nur gut 20 Minuten konnten die Hessen die Partie ausgeglichen gestalten. Nach der 1:0-Führung übernahmen die "Eisernen" das Kommando und ließen den Gegner nicht mehr zur Entfaltung kommen.

Die Berliner widmeten den bisher höchsten Saisonsieg ihrem am Freitag zurückgetretenen Trainer Sascha Lewandowski. "Es ist schade, dass er nicht mehr da ist. Wir konnten viel von ihm lernen", erklärte Doppel-Torschütze Wood.

Hofschneider freut sich vor allem für Lewandowski ...

"Das ist ein Spiel für Sascha Lewandowski", sagte auch Hofschneider: "Ich freue mich in erster Linie für ihn. Er hat bestimmt am Fernsehen mitgefiebert." Union ist mit 33 Punkten jetzt Achter; der FSV rutscht Richtung Abstiegszone.

Am Freitag hatte der Zweitligist mitgeteilt, dass sein bisheriger Trainer nicht mehr zurückkehren wird. Lewandowski leide an einem akuten Erschöpfungssyndrom ("Burnout"), das funktionelle Herzbeschwerden verursache. Der 44-Jährige war seit dem 22. Februar krankgeschrieben und war zunächst von einer dreiwöchigen Pause ausgegangen - doch die Hoffnungen wurden enttäuscht.

Unions Co-Trainer Andre Hofschneider lächelt nach dem Sieg über den Karlsruher SC. (Quelle: imago/Sebastian Wells)

... und erhält Ausnahmegenehmigung von der DFL

"Nach Einschätzung meiner Ärzte wird es noch Monate dauern, bis ich wieder der Alte bin. Dieser Zustand ist untragbar für Mannschaft und Klub", sagte Lewandowski. "Ich hatte gehofft, dass eine kurze Pause reichen könnte, die Beschwerden deutlich zu verringern. Dies war aber leider überhaupt nicht der Fall."

Bei Co-Trainer André Hofschneider macht die Deutsche Fußball-Liga (DFL) nun eine Ausnahme. Der einstige Union-Profi (126 Spiele für die Köpenicker) wird das Team mit einer Sondergenehmigung bis zum Saisonende coachen dürfen. Hofschneider hat zwar eine A-Lizenz, nicht aber die von der DFL geforderte Qualifikation, die zum Amt als Cheftrainer berechtigt. Nach Norbert Düwel und Lewandowski ist Hofschneider schon der dritte verantwortliche Union-Trainer in der laufenden Spielzeit.

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