Das Zebra-Maskottchen des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg liegt am 05.10.15 bei einem Heimspiel in Duisburg im Gras (Quelle: imago / Eibner).

Fußball | Union spielt beim MSV Duisburg - Zuversichtlich über den Zebrastreifen

Den Rücktritt des Trainers hat Union offenbar verkraftet, nach dem 4:0 gegen Frankfurt reisen die Eisernen nun nach Duisburg-Neudorf: Dort erwartet sie am Samstag der traditionsreiche Tabellenletzte MSV. Gegen die lahmenden "Zebras" kann der neue Coach Hofschneider zwei Genesene einsetzen.

André Hofschneider ist ein höflicher Mensch und steht nicht im Verdacht, gegnerische Mannschaften zu unterschätzen. Aber was soll man schon Blumiges antworten, wenn man zum Können des MSV Duisburg befragt wird? "Ich glaube, die Spieler von Duisburg können, genauso wie unsere Akteure, die Tabelle lesen", sagte der Trainer von Union Berlin vor der Abfahrt in den Ruhrpott. Am Samstag (13 Uhr) spielt sein Team dort gegen die "Zebras".

Die Rangliste besagt: Der Meidericher SV ist Letzter, mit einem astronomischen Rückstand von neun Punkten auf den Relegationsplatz. Union hat 18 Zähler mehr und steht auf Platz neun. "Nach 25 Spieltagen lügt keine Tabelle, wir können die Favoritenrolle sicherlich nicht Duisburg geben", drückte es Hofschneider diplomatisch aus. Man fahre definitiv mit der Absicht dorthin, drei Punkte zu holen.

Diese Absicht haben die Duisburger zwar schon auch, viel mehr aber offenbar nicht. Von den vergangenen 15 Spielen haben sie nur eines gewonnen. Beim zweiten von insgesamt nur zwei Saisonsiegen stolperte das Maskottchen, ein blau-weiß-gestreiftes Plüschzebra, über ein Fernsehkabel und verletzte sich jämmerlich. Selbst der Glücksbringer ist in Duisburg-Neudorf vom Pech verfolgt.

Bobby Wood (links) und Toni Leistner beim Mannschaftstraining ihres Vereins 1. FC Union Berlin am 09.03.16 in Berlin-Köpenick (Quelle: imago / Matthias Koch).
Bobby Wood und Toni Leistner können die Reise in die "Schauinsland-Reisen-Arena" von Duisburg mitmachen - beide meldeten sich fit.

Leistner, Zejnullahu und Wood sind einsatzbereit

Die Berliner haben in den letzten drei Spielen sechs Punkte geholt, zuletzt erledigten sie den FSV Frankfurt völlig ungefährdet mit 4:0. Keine Mannschaft in der Liga hat in der bisherigen Saison mehr Tore geschossen. Wenn alles gut läuft, ist sogar noch Platz sechs drin - zumal das Team sich nach dem krankheitsbedingten Rücktritt von Sascha Lewandowski offenbar schnell an den Interimscoach Hofschneider als Chef gewöhnt hat.

Wenn nur die Krankmeldungen nicht wären: Gegen Frankfurt erwischte es Fabian Schönheim und den wendigen Neuzugang Felix Kroos mit Muskelverletzungen, auf Fabian Thiel, Raffael Korte und Steven Skrzybski muss Hofschneider sowieso verzichten. Nur Kroos und Skrzybski haben laut Hofschneider realistische Chancen, in der laufenden Saison auf den Platz zurückzukehren. Der Trainer nahm es trotzdem gelassen: "Der Kader ist gut genug aufgestellt, um auch so eine angespannte Situation wie diese zu verkraften", sagte er vor dem Zusammentreffen mit dem MSV. Zu Leichtsinn aber bestehe kein Grund, soviel branchenübliches Gewarne erlaubte sich Hofschneider dann doch.

Zwei Verletzte wenigstens meldeten sich bei ihm wieder gesund: Toni Leistner und Eroll Zejnullahu sind gegen Duisburg einsatzfähig. Auch Unions bester Stürmer Bobby Wood (zwölf Tore) hat seine Rückenprobleme wieder überwunden.

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