Volleyball / Hessen - 1. Bundesliga Männer / 05.03.2016 / United Volleys Rheinmain (blau) - Berlin Recycling Volleys (schwarz) / v.l. Erik Shoji (BR Volleys 2) (Quelle: imag / Marcel Lorenz).

Volleyball | Berlin Volleys verlieren gegen Lüneburg - In Reppenstedt ist nichts zu holen

In der Gellersenhalle zu Reppenstedt sind schon ganz andere Teams zerborsten, nun hat es auch die Berlin Volleys erwischt: Bei der SVG Lüneburg verloren die Berliner am Mittwochabend mit 2:3. Weil sie aber wenigstens zwei Sätze gewannen, sicherten sie sich noch einen Punkt - der hat für die anstehenden Playoffs durchaus Bedeutung.

Reppenstedt ist ein Vorort von Lüneburg, er hat etwa 7.200 Einwohner, einen Bach namens Kranker Heinrich, eine Kneipe namens Alter Uhu und eine Festung mit türkisblauem Linoleum. Die Reppenstedter nennen sie Gellersenhölle. Da spielen die LüneHünen.

Die haben am Mittwochabend den Tabellenführer der Volleyball-Bundesliga besiegt. Der heißt Berlin Volleys und das 3:2, das die SVG Lüneburg dem Favoriten in der Linoleumhölle entgegenschmetterte, war durchaus überraschend. Die Hünen gewannen vor ihren 800 grölenden Gefolgsleuten gleich den ersten Satz mit 25:22.

Der zweite Durchgang aber war dann gleich so spannend, dass ihn Felix Fischer erst mit dem neunten Satzball für den deutschen Pokalsieger aus Berlin entschied. Zwischenzeitlich hatten die Volleys den Hünen fünf Satzbälle verwehrt. Danach gingen sich der Tabellenvierte und der Primus derart gekonnt an, dass sich die Angelegenheit erst im Tiebreak entschied: Die Lüneburger konstruierten sich beim 11:8 eine vorentscheidende Drei-Punkte-Führung und gaben den Berlinern deren dritte Saisonniederlage mit auf den Nachhauseweg.

Tabellenführung ist trotzdem sicher

"Einfach genial!", fasste der Lüneburger Volleyballer Steven Marshall das Geschehen zusammen. "Da möchte ich keinen hervorheben, einfach klasse", fügte der Geschäftsführer hinzu. Die Jubelschreie sollen fast bis Reppenstedt-Dachtmissen zu hören gewesen sein.

Der Volleys-Trainer Roberto Serniotti übte sich derweil im Konjunktiv: "Ich bin mir sicher, hätten wir den ersten Satz gewonnen, hätte das Spiel einen anderen Verlauf genommen", wusste Serniotti zu berichten. Er und seine Mannen mussten trotzdem nicht greinen: Zwei Sätze hatten sie ja gewonnen. Und so kommt es, dass die Volleys mit 50 Punkten als Tabellenführer in die Playoffs hinübertreten, daran haben auch die Verfolger aus Friedrichshafen nichts mehr zu deuteln.

Das letzte Hauptrundenspiel der Berliner am Samstag gegen die fränkische Volleyballsportgruppe Coburg / Grub wird also ein Fall für die Galerie. Wie's ausgeht, spielt für die Volleys keine Rolle mehr.

Die Hölle von Reppenstedt

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